WASSERVERSORGUNG

Regen füllt Glärbach-Quelle kaum: Das ist der Grund

Wasserversorgung Stadt Balve: Steigerung der Eigenwasserversorgung war das Ziel, als 2009 neue Leitungen und Rohre von der Glärbachquelle zum Hochbehälter Wiesenberg verlegt wurden.

Wasserversorgung Stadt Balve: Steigerung der Eigenwasserversorgung war das Ziel, als 2009 neue Leitungen und Rohre von der Glärbachquelle zum Hochbehälter Wiesenberg verlegt wurden.

Foto: Scherer, Stefan / WP

Balve.  Der nasse Herbst hat Balve nicht viel geholfen. Die Glärbach-Quelle liefert nach wie vor zu wenig Wasser. Was bedeutet das für die Bürger?

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Der regenreiche Herbst lässt die Glärbach-Quelle weniger stark sprudeln als erwartet. Der Kaufmännische Leiter der Balver Stadtwerke, Stadtkämmerer Hans-Jürgen Karthaus, sagte im Betriebsausschuss des Rates, dass die Glärbach-Quelle derzeit pro Tag lediglich 680 Kubikmeter Trinkwasser für die Bürger im Stadtgebiet ausschüttet. Das sei „viel zu wenig für diese Jahreszeit“, sagte er. Die übliche Tagesschüttmenge liege 1000 Kubikmeter höher.

Besser sehe die Lage an der Fuhlbrauksiepen-Quelle in Höveringhausen aus. Sie liefert die erwartete Menge von 270 Kubikmetern Trinkwasser. Das sei wohl auch die neue Pumpe zurückzuführen. Sie sei erst vor kurzem eingebaut worden, hieß es.

Fachleute hatten insgesamt höhere Schüttmengen erwartet. Seit der zweiten September-Woche wurden im Stadtgebiet überdurchschnittlich große Niederschlagsmengen gemessen – vor allem an den Monatsenden September/Oktober und Oktober/November. Zumindest die Glärbach-Quelle wurde kaum aufgefüllt.

Zusammenarbeit mit Menden

Bürger merken aber bisher nichts davon, dass im Stadtgebiet Wasser fehlt. Grund dafür ist die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit mit den Stadtwerke Menden. Sie liefern zu, wenn Balve buchstäblich auf dem Trockenen sitzt.

Dennoch rechnet die Stadt Balve bei der Wasserversorgung auch im kommenden Jahr mit einem lediglich ausgeglichenen Ergebnis. Die Stadtwerke kalkulieren Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,714 Millionen Euro. Davon werden 1,283 Millionen Euro Darlehen für Investitionen.

Bereits in diesem Jahr hatte die Stadt mit der Wasserversorgung kein Geschäft gemacht. Das sah im Jahr 2018 noch anders aus. Damals hatte die Stadtverwaltung einen Gewinn von 16.962 Euro verbucht.

Als vorteilhaft für die Kommune erweist sich die Zins-Entwicklung. Im laufenden Jahr rechnet die Stadt bei der Wasserversorgung mit 210.000 Euro an Zinsbelastung. Im kommenden Jahr soll sie auf 186.000 Euro schrumpfen.

Stattdessen preisen die Haushälter der Stadt im Jahr 2020 sogar einen kleinen Zinsgewinn in Höhe von 2000 Euro ein.

Die Rechenspiele von Verwaltung und Politik enden für Balves Bürger erfreulich. Im kommenden Jahr droht keine Gebührenerhöhung fürs Trinkwasser.

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