Sechsspurige Autobahn

Ausbau der A43/A40 in Bochum dauert bis in die 2030er-Jahre

Ähnlich wie hier beim Ausbau der A43 in Herne wird es ab 2022 auch auf der A43 in Bochum aussehen.

Ähnlich wie hier beim Ausbau der A43 in Herne wird es ab 2022 auch auf der A43 in Bochum aussehen.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Bochum.  Am 19. November informiert Straßen-NRW auf einer „Info-Messe“ über den Ausbau der A43 und A40. Die WAZ stellt bereits Einzelheiten vor.

„Die neue A43 ist ein Mega-Projekt“, sagt Straßen-NRW. Das ist kein bisschen übertrieben. In den nächsten vielen Jahren werden diese Autobahn und auch die A40 mitsamt dem Bochumer Kreuz sechsspurig ausgebaut. Immer unter fließendem Verkehr.

Projektleiterin Carola Ziebs von Straßen-NRW und Kollegen werden allen interessierten Bürgern Einzelheiten auf einer Info-Messe am Dienstag, 19. November, im Amtshaus Harpen vorstellen (16 bis 20 Uhr, Harpener Hellweg 77). Vorab fasst die WAZ die einzelnen Bauabschnitte zusammen.

Mehr als 90.000 Fahrzeuge fahren pro Tag über die A43 – zu viel für vier Spuren

„Täglich über 90.000 Fahrzeuge und kilometerlange Staus – die A43 zwischen Marl und Witten hat die Kapazitätsgrenze für vierspurige Autobahnen längst überschritten. Deswegen wird sie in den kommenden Jahren auf sechs Spuren erweitert“, erläutert Straßen-NRW. Insgesamt 28 Kilometer Autobahn werden erweitert. Auf Recklinghäuser und Herner Gebiet haben die Arbeiten längst begonnen. Ab 2022 soll auch auf Bochumer Gebiet gebaggert werden.

Los geht es auf dem 3,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Riemke und Gerthe, am Naturschutzgebiet Zillertal entlang. Zehn Brücken müssen in diesem Bereich erweitert werden. Nach vier Jahren Bauzeit (2026) – so die Planung – soll die Strecke sechsspurig freigegeben werden. Kosten: 62 Millionen Euro.

Das Autobahnkreuz Bochum ist die Schlüsselstelle

Es folgt die Schlüsselstelle des ganzen A43-Ausbaus: das Bochumer Kreuz. Frühestens 2025 soll begonnen werden. Auch die unmittelbaren Nachbarbereiche bis zu den Anschlussstellen Gerthe, Werne und Harpen sowie südlich bis zum Ende der Beschleunigungsstreifen werden in diesem Komplex ausgebaut. Geplante Kosten: 133 Millionen Euro. Rund fünf Jahre soll die Baustelle dort dauern.

Vielleicht schon etwas früher wird der Ausbau des 4,7 Kilometer langen Abschnittes zwischen dem AK Bochum und Querenburg starten, vielleicht schon 2024. Zwölf Brücken müssen dort erweitert werden: Wirtschaftswege, Bahnstrecken, Autostrecken. Geplante Baukosten: 125 Millionen Euro.

Das letzte A43-Teilstück zwischen Querenburg und Witten-Heven (ein Kilometer lang) kommt ganz zum Schluss dran. 2022 beginnen erst einmal die Planungen.

Sechsspuriger Ausbau der A40 in ganz Bochum liegt noch in weiter Ferne

Noch in ganz weiter Ferne ist auch die sechsspurige Fertigstellung der A40-Achse in Bochum. Zwischen dem Autobahnkreuz Bochum-West und der Anschlussstelle BO-Harpen wird frühestens 2030 begonnen. Dort müssen erst ganz massive Platzprobleme gelöst werden. Die Kosten sind allerdings schon grob prognostiziert: 178 Millionen Euro.

Für den A40-Bereich zwischen BO-Werne und Dortmund-West sind 125 Millionen vorausgesagt. Und auch dort gilt: Baubeginn nicht vor 2030.

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