Edeka

Bochum: Edeka-Gegner in Weitmar kritisieren die Stadt

Die Bürger von Bochum-Weitmar-Mark sehen das im Hintergrund geplante Ansiedeln eines Edekas kritisch.

Die Bürger von Bochum-Weitmar-Mark sehen das im Hintergrund geplante Ansiedeln eines Edekas kritisch.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum-Weitmar-Mark.  Bürger in Bochum-Weitmar werfen der Stadt vor, den Edeka-Neubau bei anderen Maßnahmen mit einzuplanen. Dabei habe der Rat noch nicht entschieden.

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Überrascht reagiert die Bürgergemeinschaft Weitmar-Mark-Stiepel, „dass die Verwaltung der Stadt Bochum die zu erwartenden Bauarbeiten im Zusammenhang mit dem Kreisverkehr und der Kanalsanierung an der Karl-Friedrich-Straße mit dem nach wie vor heftig umstrittenen Edeka-Projekt tatsächlich schon vor Vorliegen der Bebaubarkeit harmonisiert hat“. Dies teilt Olaf Ring von der Initiative in einer Stellungnahme auf einen WAZ-Bericht mit.

Darin wird Christoph Matten vom Tiefbauamt so zitiert, dass die Stadt bei beiden Baumaßnahmen (Kreisel und Kanal) dafür gewappnet sei, wenn der Edeka-Neubau kommen sollte. „Wir versuchen das dann, von den Bauzeiten her miteinander zu koppeln.“

Es fehle noch „an der demokratisch legitimierten Bauleitplanung, da ein derartiges Projekt die Festsetzung eines Sondergebietes durch den Rat erfordert“, stellt die Bürgergemeinschaft klar. Dennoch sei die Stadtverwaltung bereits jetzt bemüht, eine Koordinierung mit den zu erwartenden Baumaßnahmen vorzunehmen.

Edeka-Kritiker sehen Weitmar-Mark bestens versorgt

Auf einen solchen Service, so Olaf Ring, dürften einfache Anwohner nicht hoffen: Allein die bergbauliche Sicherung im Vorfeld der Kanalsanierung auf der Karl-Friedrich-Straße habe zu erheblichen Belastungen im Stadtteil geführt, wobei auch wohlmeinende Kritik hier nicht geholfen habe. „Offenbar macht es in der Stadt Bochum einen massiven Unterschied, ob ein gewerbesteuerträchtiges Projekt mit unabsehbaren städtebaulichen Folgen ansteht oder ob man nur einfacher Anwohner und damit – unausweichlich – Grundsteuerzahler ist.“

Die Edeka-Gegner hoffen nun auf die anstehende Kommunalwahl: Vielleicht erzeugt die ja die notwendige Aufmerksamkeit für den beträchtlichen Widerstand der Bürgerschaft im Stadtteil gegen das Edeka-Großprojekt.“ Die Bürgergemeinschaft Weitmar-Mark-Stiepel sehen die Nahversorgung im Stadtteil bestens gesichert, sehen durch den geplanten Edeka enorme Verkehrsprobleme auf Weitmar-Mark zukommen und halten ihn zudem für überdimensioniert.

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