Weihnachtsmarkt

Bochum: Weihnachtsmarkt in Langendreer lockt die Massen an

Dichtgedrängt geht es für die Tausenden von Besuchern auf der Alten Bahnhofstraße in Bochum-Langendreer-Dorf nur langsam voran. Was nicht schlimm ist, denn um alle Stände anzuschauen, braucht es Zeit.

Dichtgedrängt geht es für die Tausenden von Besuchern auf der Alten Bahnhofstraße in Bochum-Langendreer-Dorf nur langsam voran. Was nicht schlimm ist, denn um alle Stände anzuschauen, braucht es Zeit.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Bochum-Langendreer.  Der Weihnachtsmarkt in Bochum-Langendreer erweist sich erneut als Besuchermagnet. Weitgehend unbemerkt bleiben Veränderungen hinter den Kulissen.

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„Ein Pfarrer, ein Geschäftsmann und einer von der Dorfpostille sitzen in einer Kneipe“ – wenn Paul Möller, übrigens der von der Dorfpostille, von den Anfängen des Weihnachtsmarktes in Bochum-Langendreer erzählt, klingt das zunächst wie ein Witz. Die Tatsache, dass dieser mittlerweile zum 15. Mal stattfindet und bisher stetig wächst, zeigt allerdings, dass dem wohl nicht so ist.

Großer Andrang auf dem Weihnachtsmarkt in Bochum-Langendreer – trotz Regenwetters

Ganz im Gegenteil: Der Markt ist beliebt im Stadtteil, selbst bei wenig weihnachtlichem Novemberwetter müssen Besucher hier und dort kurz stehen bleiben, um sich gegenseitig Platz zu machen. Ist überhaupt nicht schlimm, denn um die etwa 70 Stände zu begutachten, braucht es eh einiges an Zeit.

Stadtteil-Collagen kommen toll an

Insbesondere vor dem Stand von Christian Volbert und seinem Team staut es sich: Er ist Inhaber von „Colerio“, eigentlich ausschließlich ein Online-Shop, der stadtbezogene Fotocollagen verkauft. Die Langendreer-Motive kommen richtig gut an.

Förderschüler verkaufen eigene Produkte

Ebenfalls zum ersten Mal dabei sind Studentinnen der evangelischen Hochschule Altenbochum, die in ihrem Praxisprojekt an der Förderschule am Leithenhaus mit den Schülern gebacken und gebastelt haben. Die Endprodukte verkaufen sie nun gegen eine Spende.

Viel Programm in der Christuskirche

Es reihen sich also Pavillons an Stehtische und Imbissstände an Taschenauslagen, und mittendrin, in der Christuskirche, findet stündlich ein anderer Programmpunkt statt.

2005 fing alles an – mit 23 Ständen

Das war freilich nicht immer so: Der erste Markt 2005 bestand aus 23 Ständen, ein Rahmenprogramm gab es noch nicht. Mit neuen Leuten im Team kamen Aussteller und Ideen hinzu, neue Aktionen wie Tombola und Märchenwald etablierten sich.

Karsten Höser ist nun mit von der Partie

Zu diesem Team gehört auch Karsten Höser, der schließlich durch seine Organisation von „Bänke raus“ oder die des Herbstmarktes viele Kontakte hat und definitiv kein Neuling in Sachen Marktorganisation ist. Er übernimmt nun Paul Möllers Platz und ist in erster Reihe zuständig für den Weihnachtsmarkt.

Wechsel im Organisationsteam

Paul Möller selber zieht sich etwas zurück: Er wird wohl nach wie vor seine Finger im Spiel haben, gibt die Leitung allerdings gerne ab. Mit 72 müsse er sich schließlich langsam um Nachfolge kümmern, sagt er. „Ich will nicht, dass ein Projekt von einer Person abhängig ist.“ Deshalb treibt er den Generationenwechsel zumindest in Sachen Weihnachtsmarkt nun an.

Weiter viel Leidenschaft für die Dorfpostille

Doch das ist nicht der einzige Topf, in dem er im Stadtteil rührt. Bei der Dorfpostille ist er noch richtig dabei: „Ich habe die Leidenschaft einfach total.“ Seit der ersten Ausgabe ist er im Team des Stadtteilmagazins, das drei Mal im Jahr erscheint. 1982 wurde sie zum ersten Mal gedruckt – auf zehn Seiten, die von Hand zusammengetackert worden sind. „Heute ist ein Exemplar etwa 100 Seiten stark. Die Hefte werden uns aus der Hand gerissen“, sagt Möller.

Ehrenamt als „erfüllende Arbeit“

Auch hier geht der Erlös an gute Zwecke in Langendreer. „Das Ehrenamt ist eine erfüllende Arbeit. Und ich habe das Gefühl, dass wir etwas Sinnvolles tun.“

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