Corona

Bochum: Zweiter Kultur-Rettungschirm auf den Weg gebracht

Die Künstlerinnen und Künstler der Freien Szene in Bochum machen immer wieder auf ihre angespannte Finanzsituation aufmerksam - wie mit dieser Licht-Aktion am Bergbaumuseum im Herbst 2019.

Die Künstlerinnen und Künstler der Freien Szene in Bochum machen immer wieder auf ihre angespannte Finanzsituation aufmerksam - wie mit dieser Licht-Aktion am Bergbaumuseum im Herbst 2019.

Bochum  Die neu formierte Bochumer Kulturausschuss gibt nochmals Geld für die lokalen Kulturakteure frei. 120.000 Euro können verteilt werden.

Zur ersten Sitzung in der neuen Legislaturperiode kam am 13. Januar 2021 in Bochum der Ausschuss für Kultur und Tourismus unter der Leitung von Barbara Jessel zusammen. Die Politikerin der Grünen leitet den Ausschuss in der Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Dieter Fleskes (SPD), der bei der Kommunalwahl im September 2020 aus Altersgründen nicht mehr angetreten war.

Das Gremium, dem Kulturdezernent Dietmar Dieckmann (SPD) beiwohnte, tagte unter Corona-Bedingungen im Großen Ratssaal, mit weniger Personalstärke als gewöhnlich und mit reichlich Abstand zwischen den Sitzplätzen. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Bewilligung weiterer finanzielle Hilfen für die BO-Kultur, der „Bochumer Kulturschirm“ wird aufgestockt.

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"Der zweite Lockdown hat die Kulturszene wiederum hart getroffen“, heißt es in dem Antrag, der von der SPD, den Grünen, der CDU, der Linken und der FDP bewilligt wurden. Um die "Freien" weiter zu unterstützen, beauftragen die Kommunalpolitiker die Verwaltung, einen „Bochumer Kulturschirm 2“ in Höhe von 120.000 Euro einzurichten.

Bund und Land stellen Fördermittel für die Kulturschaffende zur Verfügung, aber oft reichen sie nicht aus, oder kommen nicht an. Deshalb war die Stadt bereits im April 2020 mit einem ersten Rettungsschirm eingesprungen; auch damals wurden 120.000 Euro Soforthilfe bereit gestellt.

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"Die Erfahrungen haben gezeigt, dass überwiegend solche Fördermittel nachgefragt wurden, mit denen neue Konzepte und Projekte unter den aktuellen Umständen entwickelt werden konnten. Diese Förderungsmöglichkeiten sollen weitergeführt werden", so die kulturpolitische Sprecherin der CDU, Monika Pieper.

Vertagt werden musste d die sich dem Kulturausschuss vorstellen wollte. Wegen Corona wurde der Termin mit der noch beim Kunstverein Langenhagen/Hannover tätigen Kunstwissenschaftlerin abgesagt. Er soll in der März-Sitzung des Kulturausschusses nachgeholt werden.

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