Musik

Bochumer DJ Empra legt beim Festival Tomorrowland auf

Tritt am Samstag beim Tomorrowland auf: Moritz Kaiser alias DJ Empra.

Tritt am Samstag beim Tomorrowland auf: Moritz Kaiser alias DJ Empra.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Moritz Kaiser alias DJ Empra legt beim Tomorrowland auf. Das Festival ist ein Muss für alle Fans der elektronischen Tanzmusik.

Am Samstag wird Moritz Kaiser alias DJ Empra bei einem der weltweit größten Festivals der elektronischen Tanzmusik auflegen: dem legendären Tomorrowland in der belgischen Stadt Boom. Zum 15-jährigen Jubiläum des Festivals werden in diesem Jahr mehr als 400.000 Fans aus über 200 Ländern erwartet. Seinen Aufritt hat Kaiser bei einem Musik-Wettbewerb gewonnen.

Auf seine Reise nach Belgien freut sich der 24-Jährige aus Langendreer: „Bisher habe ich es allerdings immer noch nicht so wirklich realisiert. Vor meinen Aufritten geht mir immer komplett die Pumpe. Ich befürchte, dass wird am Samstag nochmal eine Nummer drüber sein.“

Auftritte in Bochumer Clubs

2010 hat DJ Empra seine musikalische Karriere gestartet. „Der Name ergibt sich aus meinem Nachnamen. Kaiser heißt im Englischen Emperor“, sagt er. In den ersten Jahren war die elektronische Musik für ihn mehr Hobby als Beruf. In Bochum legte er unter anderem im Matrix und Three Monkeys auf.

Nach dem Abitur studierte Kaiser Film- und Sounddesign in Dortmund. „Das war jedoch gar nicht nach meinem Geschmack“, sagt er. Daher folgte im August 2018 die Ausbildung zum Automobilkaufmann. „Irgendwann soll aber der Schritt in die Selbstständigkeit als DJ folgen.“

Sonnenbrille als Markenzeichen

Seine Songs produziert er in Eigenregie am Laptop. 2018 bekam Kaiser die Möglichkeit, beim New Horizon Festival aufzulegen. Bei diesem Wettbewerb treten junge DJs an, um im Idealfall einen Auftritt beim Tomorrowland zu gewinnen. DJ Empra setzte sich gegen mehr als 1000 Konkurrenten durch. Was bei den Aufritten nie fehlen darf, ist seine Sonnenbrille: „Die ist mittlerweile mein Markenzeichen und hilft mir sehr gut gegen Lampenfieber.“

Am Samstag wird der 24-Jährige auf der sogenannten Lotus Stage von 15 bis 16 Uhr auflegen. Die Chance, dass der Auftritt einen Sprungbrett-Effekt nach sich zieht, ist sicherlich da. „Ich hätte nichts dagegen, wenn es sich so entwickelt. Aber in erster Linie will ich meinen Auftritt genießen“, so Kaiser. Aber er werde sich auch andere Künstler ansehen und versuchen, sein Netzwerk zu anderen Kollegen zu vergrößern.

„Tomorrowland ist cooler“

Am Wochenende steigt zeitgleich am Flughafen in Weeze ein anderes Festival: Seit 2015 geben sich beim Parookaville die Größen der DJ-Szene die Klinke in die Hand. Moritz Kaiser meint in diesem Zusammenhang: „Man sollte aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Tomorrowland ist schon deutlich cooler.“

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