Finanzen

Die Sparkasse Bochum schränkt die Bargeldauszahlung ein

In elf von 45 Geschäftsstellen der Sparkasse sind Ein- und Auszahlungen nicht mehr Schalter möglich, sondern nur noch am Automaten.

In elf von 45 Geschäftsstellen der Sparkasse sind Ein- und Auszahlungen nicht mehr Schalter möglich, sondern nur noch am Automaten.

Foto: emeraldphoto

Bochum.   In elf von 45 Geschäftsstellen der Sparkasse Bochum ist das Abheben und Einzahlen nur noch am Automaten möglich. Viele Kunden sind verärgert.

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Die Sparkasse schränkt die Bargeldauszahlung ein. Für Kunden der Hauptgeschäftsstelle am Dr.-Ruer-Platz ändert sich nichts. Dort können sie weiter am Schalter Bargeld einzahlen oder sich auszahlen lassen. In elf der insgesamt 45 Geschäftsstellen aber ist das nicht mehr möglich.

Die genauen Standorte möchte die Sparkasse nicht nennen. Sie verweist auf Sicherheitsgründe und eventuelle Rückschlüsse für mögliche Banküberfälle. Die Kunden würden aber bei Änderungen direkt informiert. „Je nach Anlass schriftlich oder persönlich“, sagt Sparkassensprecherin Sabine Raupach-Strohmann. „Auch weitergehende Auskünfte bekommen sie direkt von unseren Mitarbeitern.“

6,5 Millionen Automatennutzungen im Jahr

Die Sparkasse tritt damit Aussagen entgegen, dass seit dem 1. September generell keine Ein- oder Auszahlungen am Schalter mehr möglich seien. Unabhängig davon, welche Automaten in einer Geschäftsstelle eingesetzt würden, seien zudem immer Mitarbeiter da. Raupach-Strohmann: „Sie unterstützen unsere Kunden bei der Bedienung der Automaten.“

Die Automaten aber würden gut angenommen von den Kunden. Sie seien sogar Kundenwunsch. So zumindest deutet die Sparkasse die 6,5 Millionen Geldautomatennutzungen im Jahr. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Raupach-Strohmann. „Unabhängig vom Alter gewöhnen sich unsere Kunden sehr schnell an neue Automaten und lernen auch die Vorteile zu schätzen. Wenn sie Hilfe brauchen, können sie sich während der Öffnungszeiten zudem jederzeit an einen Mitarbeiter wenden.“

Schutz vor Überfällen

Darüber hinaus würden die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen durch die Automaten Schutz vor Überfällen und Zeit für die Beratung der Kunden gewinnen.

Nicht von allen Kunden wird die Umstellung begrüßt. So hebt Elisabeth Wilde weiter lieber Geld am Schalter ab. „Mir ist das Persönliche wichtig.“ Und Bernadetta Brandenburg sagt: „Es spiegelt sich leider nicht in den Gebühren wieder, dass man immer mehr Leistungen selbst machen muss.“

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