Karneval

Ein Kölner Prinz soll den Funken in Linden wieder zünden

Timo I. (Ditscheid) zieht zur Proklamation ins Haus Linden ein und verteilt charmant Rosen, hier an Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche aus Langendreer.

Timo I. (Ditscheid) zieht zur Proklamation ins Haus Linden ein und verteilt charmant Rosen, hier an Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche aus Langendreer.

Foto: Gero Helm / FFS

Bochum-Linden.  Mit Timo I. Ditscheid hat der Kolping-Karneval in Bochum-Linden nach vier Jahren Pause wieder einen Prinzen. Die Proklamation macht Lust auf mehr.

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Die Irrungen und Wirrungen im Karneval sind vielfältig, aber offenbar führen sie zum Erfolg. Die Kolpingsfamilie Linden ist jedenfalls wieder fündig geworden bei ihrer vier Jahre währenden Prinzensuche für die fünfte Jahreszeit, und hat sich mit Timo I. Ditscheid auch gleich einen „Profi“ erkoren. Denn der Würdenträger ist Kölner und außerdem mit gerade 30 Lenzen auch noch der jüngste in der stolzen Reihe.

Er hat ein Kapitel nach Jahren der Durststrecke ohne Prinzen aufgeschlagen, und es ist schon jetzt reich an Details. Denn er gab zu, dass er im Beruf nicht so viel zu lachen habe, immerhin ist er Bestatter. Mit Gemahlin Lara Trompeter, deretwegen es ihn erst vom Rhein an die Ruhr zog, ist außerdem erstmals auch eine Frau im Narrenrat, „wenigstens unter den neuen Gesichtern hier oben auch eins, das gut aussieht“ gab er ihr zur Proklamation gleich als Kompliment mit.

WAT-Prinzessin mit Wurzeln in Linden

Überhaupt hatte die Kolpingsfamilie wohl auch erleichtert um die geglückte Prinzenfindung auf eine Wahl verzichtet, wie Präsident Thomas Bausen preisgab, „der Name war ja sowieso schon in ganz Linden rund.“ Eine der ersten Gratulationen erhielt Timo von Sara Markhoff, der Noch-Prinzessin des Wattenscheider Karnevals bis zur förmlichen Proklamation von Bodo I. Neumann und Alexandra I. Hegenberg, die bereits mit stattlichem Gefolge in Linden die Nachbarn repräsentierten.

Für Sarah I. war es gewissermaßen ein Heimspiel, hat sie doch ihre Wurzeln im Kolping-Karneval und kann damit als gelungener Export gelten. Und mit „Queen Mum“, Mutter Manuela, und Vater Heinz auch noch Ex-Majestäten aufzuweisen. Damit nicht genug der Querverweise im Karnevals-Oberhaus, wies der Saal mit Christiane Bausen als Jungfrau („noch zwölf Stunden“) und Petra Lohof als Bäuerin auch noch zwei Drittel des Bochumer Dreigestirns auf.

Gerangel um den Frischgekürten Prinzen

Was den Vorsitzenden des Bochumer Festausschusses Bernd Lohof dazu anstiftete, wenn der neue Prinz seinen Weg schon in Köln begonnen und in Linden fortgesetzt habe, dürfte man ihn wohl auch in nicht allzu ferner Zukunft als Bochumer Stadtprinzen hochleben lassen. Vorsichtshalber dekorierte man Timo daher umgehend mit dem letzten Orden des Dreigestirns für die auslaufende Session.

Helau, Man tau, Holau

Die Delegation des Holthauser Karnevals machte Lohof denn auch gleich diese Werbung streitig, Linden und

Hattingen lägen schließlich für Timo näher beieinander, „der wird erstmal bei uns Prinz“, bekam er zu hören. Die Gastdelegation machte außerdem das babylonische Karnevals-Sprachgewirr komplett, nach „Kolping Helau!“, „Bochum, Man tau!“ und „Wattsche Helau!“ mischte sich noch das „Holti Holau!“ darunter.

Fotostrecke auf www.waz.de

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