Stickstoffdioxid

In Bochum wird an weiteren Stellen Luftschadstoff gemessen

Dieses Messgerät hängt an einer Laterne an der Herner Straße in Bochum-Riemke. Es misst seit mehreren Jahren die Stickstoffdioxidbelastung.

Dieses Messgerät hängt an einer Laterne an der Herner Straße in Bochum-Riemke. Es misst seit mehreren Jahren die Stickstoffdioxidbelastung.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Bochum  In Bochum wurden zwei neue Messstellen für Stickoxide eingerichtet. Insgesamt gibt es nun vier an der Dorstener und Herner Straße.

In Bochum wird jetzt an zwei weiteren Stellen die Stickstoffdioxid-Belastung in der Luft gemessen. Das ist einem Vergleich zwischen dem Land NRW und der Deutschen Umwelthilfe geschuldet, womit im vergangenen Jahr ein drohendes Diesel-Fahrverbot in Bochum abgewendet werden konnte.

Bisher gab es zwei Messgeräte in Bochum: an einer Laterne an der Herner Straße in Riemke (vor Hausnummer 385) sowie an einem Strommast der Dorstener Straße in Hamme (vor Hausnummer 165). In Riemke lag der Stickoxidwert lange Zeit mit 51 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresdurchschnitt deutlich über dem gesetzlichen erlaubten Grenzweit von 40. Mittlerweile liegt er dort - nach dem letzten gesicherten Messwert vom November 2020 - bei 32. An der Dorstener Straße wurden im November 29 Mikrogramm gemessen. Aktuellere Daten werden erst in einigen Wochen erwartet.

Messtechnik hängt an Strom- und Lichtmasten in Bochum

Seit Mitte 2020 hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nach und nach 16 zusätzliche Messstellen für den Luftschadstoff Stickstoffdioxid eingerichtet, aktuell sind es landesweit 143 Messstellen. Die beiden neuen in Bochum befinden sich seit Oktober an einem Lichtmast an der Herner Straße 226 sowie an einem Strommast der Dorstener Straße 229.

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Erste Messewerte liegen offiziell aber noch nicht vor. "Die Jahreswerte 2020 werden nach Abschluss der Laboranalysen und der erforderlichen Validierungsprozesse im ersten Quartal des Jahres 2021 veröffentlicht werden", teilt das Lanuv mit.

Tempo 30 auf der Herner Straße trifft nicht nur auf Zustimmung

An der Herner Straße hat die Stadt mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Luft eingeleitet. Die folgenreichste ist die Einführung von Tempo 30 zwischen der A43 und A40 in beiden Richtungen.

Außerdem wurden auf kurzen Abschnitten "Klimahecken" auf Mittelstreifen gepflanzt; die Zwergmispeln sollen Schadstoffe wie Stickoxid und Feinstaub filtern. Außerdem gilt ein Durchfahrtverbot für Lastwagen.

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