Polizei

Ingo Gerdesmann ist das Gesicht der Polizei in Bochum-Linden

Polizeihauptkommissar Ingo Gerdesmann ist seit einem Jahr der Bezirksbeamte in Linden-Mitte.

Polizeihauptkommissar Ingo Gerdesmann ist seit einem Jahr der Bezirksbeamte in Linden-Mitte.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum-Linden.  Seit einem Jahr ist Polizist Ingo Gerdesmann Bezirksbeamter in Linden-Mitte. Präventionsarbeit, aber auch Opferbetreuung sind seine Aufgaben.

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Eines ist Ingo Gerdesmann besonders wichtig in seinem Job als Bezirkspolizeibeamter: Er kann sich Zeit für die Menschen im Stadtteil und ihre Anliegen nehmen. Vor etwa einem Jahr hat er die Stelle mit dem Zuständigkeitsbereich Linden-Mitte übernommen. Irgendwie dörflich, aber irgendwie auch pulsierend – beide Wörter nutzt er, um das Gebiet zu beschreiben, in dem er selbst 19 Jahre lang gelebt hat.

„Das besondere an Linden ist, dass hier etwa durch die aktive Werbegemeinschaft viele Veranstaltungen stattfinden“, sagt er. Gerade steht zum Beispiel eine Vorbesprechung für den Rosenmontagszug auf dem Programm. „Wir haben engen Kontakt zu den Veranstaltern in Linden. Man kennt sich einfach“, ist Ingo Gerdesmanns Eindruck.

Bezirksbeamte sind direkte Ansprechpartner vor Ort

Um auch gut in die entlegeneren Bereiche zu gelangen, nutzt er das E-Bike, das er sich mit vier Kollegen teilt. Radfahren ist schließlich etwas, das der Polizeihauptkommissar gerne in seiner Freizeit macht. Mit Helm ausgestattet dreht er seine Runden und sorgt für polizeiliche Präsenz. „Zu Fuß geht das noch besser.“ An dieser Stelle betont er: „Die Polizei will in Kontakt treten und als freundliche Instanz wahrgenommen werden.“

Das ist im Sinne der Polizei Bochum: „Die Bezirksbeamten sind direkte Ansprechpartner. Auch wenn Personal abgebaut wird, halten wir uns an den Schlüssel von einem Beamten auf 10.000 Einwohner“, sagt ihr Pressesprecher Frank Lemanis. Das ergibt insgesamt 36 Bezirksbeamte in Bochum.

Schulwegsicherung gehört zu routinierten Aufgaben

In seiner aktuellen Position hört Ingo Gerdesmann tatsächlich viel positives – schließlich arbeitet er größtenteils in der Prävention. So gehört zu den Aufgaben, die wenn es eben geht täglich auf seiner Agenda stehen, die Schulwegsicherung. „Dadurch erhoffen wir uns aufmerksame Verkehrsteilnehmer“, sagt der 46-Jährige.

Dazu gehört auch, Eltern über ein angemessenes Verhalten zu informieren: „Einige wollen ihre Kinder am liebsten in die Schule hineinfahren – das muss nicht sein.“ Fünf Kindergärten samt Besuche auf der Wache, die polizeiliche Puppenbühne mit ihren Verkehrssicherheitsspielen und Martinszüge fallen ebenfalls in sein Aufgabenfeld.

Aktuell in Mode: der falsche Polizist an der Haustür

Doch ebenso kümmert sich Ingo Gerdesmann um Menschen, die Opfer eines Einbruchs geworden sind. „Mit der früh einsetzenden Dämmerung beginnt auch wieder die Zeit der Einbrüche. Allerdings sind die Zahlen in Bochum rückläufig.“ Das bestätigt auch Frank Lemanis [s. Infobox].

Was jedoch zurzeit in Mode ist unter Kriminellen: Der falsche Polizeibeamte, der eine Vermögensauskunft erfragt oder Wertsachen sehen möchte. „Das brennt mir wirklich unter den Nägeln“, sagt Gerdesmann. Insbesondere Senioren seien hier gefährdet – obwohl es einen stetigen Rückgang an Straftaten gibt, wachsen die Zahlen der Straftaten an älteren Menschen. „Durch präventive Maßnahmen und mehr Sensibilisierung steuern wir dagegen“, sagt Frank Lemanis. Zum Beispiel durch Ingo Gerdesmann, der sich beim Seniorenfrühstück im Stadtteil vorstellt und über genau diese Tricks spricht.

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