Strafvollzug

Neues Gefängnis in Bochum soll im Frühjahr 2020 fertig sein

Die neue Sotha in der unteren Bildhälfte (hier eine Aufnahme vom April 2019) ist bereits weit vorgeschritten.

Die neue Sotha in der unteren Bildhälfte (hier eine Aufnahme vom April 2019) ist bereits weit vorgeschritten.

Foto: Hans Blossey

Bochum.  Im kommenden Frühjahr soll die neue „Sotha“, das Spezialgefängnis für Sexual- und Gewalttäter, fertig sein. Die Außenmauer ist 5,5 Meter hoch.

Die neue „Sozialtherapeutische Anstalt für Sexual- und Gewalttäter“ (Sotha) ist bereits deutlich vorangekommen. Das Gebäude zwischen der JVA Krümmede und der Bereitschaftspolizei wird seit November 2017 errichtet. Schon jetzt sind alle fünf Gebäude mindestens im Rohbau errichtet.

Wie der Bauherr, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) in Münster auf Anfrage erklärte, soll die Sotha „voraussichtlich“ im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein. Veranschlagt waren anfangs 75 Millionen Euro Baukosten. Ob das so bleibt, ist mittlerweile aber offenbar nicht mehr sicher. „Zum abschließenden Kostenrahmen können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden“, sagte BLB-Sprecherin Barbara Kneißler.

Gezielte Vorbereitung auf den straffreies Leben in Freiheit

80 Strafgefangene werden dann dort untergebracht werden. In der Sotha werden schuldfähige Strafgefangene, die wegen Sexual- und Gewaltstraftaten einsitzen und therapiewillig sind, auf „ein Leben in sozialer Verantwortung“ vorbereitet werden, wie die Justiz erklärt. Die Häftlinge werden therapeutisch sowie durch Ausbildung und Arbeit gezielt auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Von der Castroper Straße ist die weiße Außenmauer bereits seit Monaten deutlich zu erkennen. „Sie ist dem baulichen Standard für Haftanstalten entsprechend 5,50 Meter hoch und wird durch einen inneren Sicherheitszaun und eine Videoüberwachung gesichert“, sagte die BLB-Sprecherin. Die künftige Pforte wird auch von der jetzigen JVA Krümmede genutzt werden, es wird eine gemeinsame sein.

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