Hausacker-Projekt

Entwurf für Stadtteiltreff am Hausacker in Riemke ist fertig

Landschaftsarchitektin Miriam Wunder erläutert zwei Bürgern die Pläne für das Hausacker-Gelände.

Landschaftsarchitektin Miriam Wunder erläutert zwei Bürgern die Pläne für das Hausacker-Gelände.

Foto: Joachim Hänisch

Bochum-Riemke.   Für den geplanten Stadtteiltreff mit Sportangeboten in Riemke liegt nun ein Vorentwurf vor, der von der Politik und Bürgern diskutiert wird.

„Das sieht aber nicht nach Riemke aus!“ Die Fotos, die Eugenie Atzert an der Stellwand auf dem Markt betrachtet, haben so gar nichts mit ihrem Stadtteil zu tun: modern gestaltete Grünflächen, neueste Sportgeräte (auch für Senioren), dazu eine große Freilufthalle.

Tolle Sachen, die man in Riemke vergeblich sucht. Noch. „Denn so soll es hier bald aussehen“, freut sich Landschaftsarchitektin Martina Hoff, ihrer Gesprächspartnerin diese frohe Kunde mit auf den Weg geben zu können.

Terrain soll neu belebt werden

Hier, damit ist der ehemalige Fußballplatz von Teutonia Riemke gemeint. Gespielt wird dort, am Hausacker, seit fast zwei Jahren nicht mehr, seither liegt die Aschefläche brach. Doch es gibt Pläne, das Terrain neu zu beleben.

Es soll eine zentrale Sport- und Freizeitfläche entstehen, die ein grüner (60 neue Bäume werden gepflanzt!) Treffpunkt für die Menschen im Stadtteil sein soll. Nachdem in den letzten Monaten zahlreiche Ideen und Vorschläge für die Gestaltung von Riemker Bürgern, Gruppen und Vereinen eingeholt und verarbeitet wurden, liegt nun ein Vorentwurf des Landschaftsarchitektur-Büros Hoff aus Essen vor. Dieses wird nun von den politischen Gremien, aber auch von den Bürgern diskutiert.

Frühjahr 2019 könnte es losgehen

Wie am Mittwochmorgen beim Marktplatz-Gespräch auf dem Riemker Markt. Neben Eugenie Atzert nutzten mehrere Bürger die Gelegenheit, sich noch einmal über das Hausacker-Projekt zu informieren. „Eine schöne Sache für unseren Stadtteil“, sagt die Rentnerin, die seit 59 Jahren in Riemke lebt. „Wir wurden ja immer vernachlässigt.“ Vor allem über die vielen eingeplanten Sitzgelegenheiten freut sie sich. „An Bänken fehlt es hier sehr.“

Bernd Weichert kennt den Hausacker bestens. „30 Jahren habe ich hier selbst Fußball gespielt, nebenan besitze ich eine Gartenlaube.“ Er weist auf ein mögliches Parkproblem hin. „Haben wir im Blick“, sagt Miriam Wunder vom Landschaftsarchitektur-Büro.

Stadtteiltreff mit Café

Es werde überlegt, einige Teilbereiche zu Parkplätzen umzumodeln, etwa den nördlich gelegenen alten „Pöhlplatz“. Ansonsten hat Bernd Weichert nichts zu meckern. Er kann sich sogar vorstellen, später selbst die neue Freizeitanlage zu besuchen. „Vielleicht zum Kaffeetrinken.“

Dies soll künftig in dem ehemaligen Umkleidegebäude von Teutonia möglich sein, dass zu einer Art Stadtteiltreff mit Café werden soll. Vereine und Gruppen können die Freilufthalle, die es so in Bochum noch nicht gibt, mieten können, ebenso kleine Hütten für Sportmaterial. Dazu gibt es Sportangebote für jede Altersklasse.

Hoffen auf Fördermittel

Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 1,8 Millionen Euro, zehn Prozent davon muss die Stadt als Eigenanteil berappen. Für den Rest hoffen die Beteiligten auf Fördermittel. Fließen diese, kann das Projekt vielleicht schon ab Frühjahr 2019 umgesetzt werden. Als Bauzeit geht Martina Hoff von sechs bis neun Monaten aus.

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