Fahrradfahren in Bochum

Radfahr-Situation auf der Wittener Straße wird zum Politikum

Teilnehmer einer „Mängeltour“ der Initiative „Radwende“ fuhren vor einigen Tagen über die Wittener Straße, um auf die dortige Situation für Fahrradfahrer aufmerksam zu machen.

Teilnehmer einer „Mängeltour“ der Initiative „Radwende“ fuhren vor einigen Tagen über die Wittener Straße, um auf die dortige Situation für Fahrradfahrer aufmerksam zu machen.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum.  Das Fehlen eines Radweges auf der Wittener Straße wird immer intensiver diskutiert. Jetzt soll das Thema auch in den Mobilitätsausschuss.

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Die Bochumer Initiative „Radwende“ will das Fehlen eines durchgängigen Radwegs auf der Wittener Straße nicht hinnehmen. Im städtischen Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität, der am Dienstag um 15 Uhr tagt, erwartet die Initiative eine Diskussion zu dem umstrittenen Thema.

Außerdem sollen zwei Bürgeranregungen eingebracht werden. In einem geht es um Pläne zum Ausbau der Kreuzung Steinring / Wittener Straße, im anderen um die Forderung nach weiteren „Radbeauftragten“. In Bochum gibt es bisher nur einen Radbeauftragten. „Gleichzeitig tut sich die Verwaltung mit guten Vorschlägen für Radwegeausbau schwer“, sagt Martin Krämer von „Radwende“. Ob diese Anträge in die Tagesordnung aufgenommen werden, ist noch unklar.

Neben den Grünen kritisiert auch der ADFC die SPD

Auch der ADFC Bochum kritisiert – wie zuletzt auch die Grünen in der Bezirksvertretung Mitte – die aktuelle Erklärung von SPD-Ratsfrau Simone Gottschlich zum Radwegeausbau auf der Wittener Straße. Die Politikerin hatte zuletzt vor einem „Schnellschuss“ gewarnt: Durchgehende Radwege würden den Kraftverkehr auf der Wittener Straße behindern, besser sei erst einmal eine südliche Umleitung über die Laerstraße.

„Die derzeitige Situation ist ausschließlich auf die Bedürfnisse des motorisierten Verkehrs ausgerichtet“

Christoph Lotz, 2. Vorsitzender des ADFC: „Die Südumfahrung ist keine Alternative, weil diese am Stadteilzentrum von Altenbochum vorbeiführt. Damit die Brötchen beim Bäcker jedoch nicht mit Pkw gekauft werden müssen, ist eine direkte und schnelle Verbindung für den Radverkehr erforderlich. Alltagsradler möchten ihr Ziel schnell, sicher und ohne Umwege erreichen.“

Und weiter: „Dass sich Simone Gottschlich und die SPD-Fraktion einer zügigen Lösung verweigern, steht im Widerspruch zum Versprechen des Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch, in der nächsten Wahlperiode alle Radialen und den Innenstadtring mit Radfahrstreifen zu versehen.“ Die derzeitige Situation auf der Wittener Straße sei „aDie derzeitige Situation ist ausschließlich auf die Bedürfnisse des motorisierten Verkehrs ausgerichtet. “.

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