Riemke

Stillgelegter Sportplatz wird grüner Stadtteiltreff

Der stillgelegten Ascheplatz Am Hausacker soll zu einer begrünten Freizeit- und Sportfläche umgebaut werden. Nun sind Ideen gefragt.

Der stillgelegten Ascheplatz Am Hausacker soll zu einer begrünten Freizeit- und Sportfläche umgebaut werden. Nun sind Ideen gefragt.

Foto: Gero Helm

Bochum-Riemke.  Auf dem stillgelegten Sportplatz Am Hausacker entsteht eine Freizeitfläche.Nutzung wird mit den Riemkern abgestimmt. Bürgerbefragung beginnt.

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Vom Ascheplatz zum grünen Stadtteiltreff: Die Stadt hat für den Sportplatz Am Hausacker ehrgeizige Pläne, die inzwischen bundesweit Beachtung finden. Im vergangenen Jahr wurde der Platz stillgelegt. „Gleichzeitig gab es von der Politik den Auftrag, Standorte für multifunktionale Sportstätten zu suchen“, erklärt Jana Neumann vom Sportamt.

Der Tennenplatz gilt aus mehreren Gründen als ideal: Er grenzt an ein Jugendfreizeithaus (Am Hausacker), liegt mitten im Wohngebiet und bereicherte mit neuer Nutzung einen Stadtteil, der weder über viel Grün noch über einen Treff außer dem Marktplatz verfügt.

Die Stadt beantragte Unterstützung für die Planung beim Förderprogramm des Bundes, „Green Urban Lab“(experimenteller Wohnungs- und Städtebau) und bekam den Zuschlag. „Es geht“, sagt Ute Feinweber, „um den Umgang der Städte mit Freiräumen. Ungewöhnlich war, dass unser Antrag aus dem Sport heraus kam. Sonst sind es immer die Kollegen aus dem Umweltamt“. 185 000 Euro gab’s für die Planung. Für die Umsetzung, sagt Jana Neumann, werde man sich um andere Fördertöpfe bemühen.

Geplant: ein turniertauglicher Bouleplatz

Etwa 22 000 Quadratmeter groß ist die Fläche, auf der so manches möglich ist. Fest steht bislang nur: Es soll einen turniertauglichen Bouleplatz geben. Der Bürgerschützenverein Hofstede-Riemke (ABSV) hat dazu eigens eine Bouleabteilung gegründet. Denn die Stadt hat sich für die Planung nicht nur Kirchen, Schulen, Kitas, Altenheime, Kleingärtner und das Jugendfreizeitzentrum, sondern auch rund 60 Riemker Vereine mit ins Boot geholt. Eine brasilianische Tanzgruppe etwa möchte die Halle fürs Training nutzen.

Wie die Fläche gestaltet und genutzt werden, soll nun per Bürgerbeteiligung erarbeitet werden. Für deren Moderation hat die Stadt das Landschaftsarchitekturbüro von Martina Hoff beauftragt. Sie sagt: „Es gibt schon Ideen.“ Wie etwa ein großer Spielplatz, eine Freilufthalle, Stugas – kleine Hütten nach dem Vorbild schwedischer Ferienhäuser – die die Vereine nutzen können. Möglich wäre auch ein Feuchtbiotop. „Es soll ein grüner, barrierefreier Treff ohne Angsträume für Jung und Alt werden.“ Die Bauvoranfrage ist gestellt.

Andere Städte sind neugierig

Für Martina Hoff eine schöne Aufgabe, aber auch eine planerische Herausforderung, zumal es so eine Freizeit- und Bewegungsfläche bislang nicht gibt. Schon deshalb erreicht die Stadtverwaltung Einladungen anderer Städte, das Hausacker-Projekt vorzustellen.

Das Büro Hoff startet heute die Bürgerbeteiligung: Unter dem Motto „Sag uns deine Meinung“ werden auf dem Wochenmarkt zwischen 7 und 13 Uhr Kunden befragt, was sie sich im Stadtteil wünschen. Auf dem Sportplatz Am Hausacker geht es am Freitag (3. November), 16 bis 18 Uhr, mit einem Biathlonnachmittag weiter.

>>> Bürger können ihre Ideen in Sprechstunden vortragen

Unter dem Motto „Zeig uns deine Ideen“ gibt es öffentliche Sprechstunden, bei denen Vorschläge gesammelt werden. Um Sport und Gesundheit geht es am 3. November, 16-18 Uhr, im ABSV-Vereinsheim Am Hausacker 43a.

Kinder und Jugendliche sind nach ihrer Meinung gefragt am 7. November, 15.30 bis 17.30 Uhr, Am Hausacker 45a. Natur und Umwelt sind Themen am 9. November, 15.30 bis 17.30 Uhr, in der Gaststätte „Zum Schrebergarten“, Beisingstraße 20b.

Zudem können Riemker ihre Wünsche auch per Mail äußern: hausacker@bochum.de

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