Datenerhebung

Studie: Zukunftsakademie fragt nach Vielfalt in der Kultur

Inez Boogarts, Leiterin der Zukunftsakademie, hat die Studie in Auftrag gegeben

Inez Boogarts, Leiterin der Zukunftsakademie, hat die Studie in Auftrag gegeben

Foto: Sebastian Sternemann / FUNKE Foto Services

Bochum.  Eine Bestandsaufnahme zur Vielfalt der Kulturinstitutionen in NRW hat die Bochumer Zukunftsakademie durchgeführt. Mit überraschenden Ergebnissen.

Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme in Bezug auf die Diversität (Vielfalt) und Öffnung der Kulturinstitutionen und Kulturellen Bildung hat die in Bochum ansässige Zukunftsakademie NRW durchgeführt.

Der Hintergrund: „Viele Einrichtungen in NRW haben sich bereits mit Öffnungsprozessen auseinandergesetzt, bisher existiert aber keine Zusammenstellung dieser Erfahrungen und Fakten“, so ZAK-Leiterin Inez Boogaarts.

Fragebögen verschickt

Die Erhebung soll zugleich die Basis für einen breiter angelegten Abgleich der Öffnungsprozesse in Kooperation mit weiteren Akteuren sein. Im März 2019 wurden dazu von der ZAK Fragebögen an alle vom Land geförderten Kultureinrichtungen in NRW verschickt; dieser Tage wurden die Ergebnisse der Befragung veröffentlicht.

„Eine wichtige Erkenntnis: Das Thema Vielfalt steht vom Theater- bis zum Literaturbetrieb bei vielen Kulturinstitutionen weit oben“, so Boogaarts. Kunstausstellungen, die kulturelle Perspektiven verschieben oder die „Erklärung der Vielen“ in der Theaterwelt tragen diese Entwicklung auch in die Öffentlichkeit. In der konkreten Umsetzung von Diversität bleibt allerdings noch vieles offen – vor allem, wenn es um strukturelle Maßnahmen wie etwa eine chancengerechte Personalauswahl geht.

Broschüre erscheint

Die wichtigsten Ergebnisse, erste Interpretationen und aufbereitete Daten versammelt die Broschüre „Vielfalt im Blick“, die in verschiedenen Kulturinstitutionen ausliegt und auch auf der Webseite der ZAK (www.zaknrw.de/projekt/bestandsaufnahme) zur Verfügung gestellt werden wird.

ZAK-Gründung 2013

Die Zukunftsakademie wurde 2013 aus dem Schauspielhaus heraus gegründet und ist im ehemaligen Haus der Katholischen Jugend an der Humboldtstraße heimisch. Sie verfügt über sechs Mitarbeiterstellen und wird vom Land und von der Stiftung Mercator getragen (Jahresetat 550.000 Euro). Ziel ist es, NRW als Kulturstandort insgesamt zu stärken. Im Mai 2019 wurde bekannt, dass die Förderung ausläuft und die Zukunftsakademie zum Ende des Jahres ihren Betrieb einstellt.

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