Nach WAZ-Bericht

Turnschuhe könnten brutalen Gewalttäter aus Bochum verraten

Stefan Klein leidet noch heute unter den Folgen des Angriffs. Dabei habe er nur Zivilcourage gezeigt und einen Diebstahl verhindern wollen.

Stefan Klein leidet noch heute unter den Folgen des Angriffs. Dabei habe er nur Zivilcourage gezeigt und einen Diebstahl verhindern wollen.

Foto: Rainer Raffalski

Bochum.   Die Polizei ermittelt nach dem brutalen Angriff eines mutmaßlichen Taschendiebes am Hauptbahnhof Bochum. Ein Detail könnte den Täter verraten.

Bei der Polizei sind nach dem Bericht über den schwer verletzten Stefan Klein Hinweise auf den brutalen Gewalttäter eingegangen, der den 44-Jährigen im Oktober 2018 am Bochumer Hauptbahnhof schwer verletzt haben soll.

Zur Erinnerung: Der Buchhalter soll nach einem Trödelmarkt-Bummel am Busbahnhof einen Mann bemerkt haben, der zwei junge Frauen auffällig beobachtet habe. „Ich hab‘ ihm gesagt, dass er das lieber sein lassen soll.“ Der mutmaßliche Taschendieb habe ihn daraufhin geschubst – und dann zugetreten. Stefan Klein kommt schwer verletzt ins Krankenhaus.

Operation ist die letzte Chance für sein Bein

Noch heute leidet er unter den Folgen. Eine Operation in diesen Tagen ist wohl seine letzte Chance zu verhindern, dass das rechte Bein versteift werden muss.

Inzwischen hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Stefan Klein hatte die Tat zunächst nicht angezeigt, auch weil er nach der Tat zunächst nicht ansprechbar war. „Wir müssen aber davon wissen, um etwas zu tun“ sagt ein Polizeisprecher. Jetzt hat sich die Kriminalpolizei bei Stefan Klein gemeldet, der die Anzeige nachgeholt hat.

Rote Turnschuhe könnten entscheidend sein

Im Laufe der Ermittlungen soll sich kurz nach dem Bericht in der WAZ ein Mann gemeldet haben, dem ein entscheidendes Detail aufgefallen sein will: die roten Turnschuhe. Er will ebenfalls am Hauptbahnhof einen Mann beobachtet haben, der sich auffällig aggressiv verhalten habe – und rote Turnschuhe getragen haben. An eben solche Schuhe konnte sich auch Stefan Klein erinnern.

„Es wäre toll, wenn der Täter gefunden wird“, sagt der 44-Jährige. „Dann möchte ich mich aber auch bei dem Zeugen bedanken!“ Stefan Klein hat in den vergangenen Tagen wieder Hoffnung geschöpft. „Ich habe Unterstützung bekommen, vielleicht werden sogar meine Kosten rückwirkend übernommen.“

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