700 Jahre Bochum

Wattenscheid: Bergbau machte den Aufstieg zur Stadt möglich

Der Bergbau hat Wattenscheid geprägt und im 19. Jahrhunderte den Aufstieg zur Stadt ermöglicht. Die Zeche Holland war das letzte fördernde Bergwerk in der Hellwegstadt.

Der Bergbau hat Wattenscheid geprägt und im 19. Jahrhunderte den Aufstieg zur Stadt ermöglicht. Die Zeche Holland war das letzte fördernde Bergwerk in der Hellwegstadt.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum  700 Jahre Bochum, die WAZ erinnert an Ereignisse aus der Stadtgeschichte. Heute: 15. Januar 1876 - Wattenscheid erhält Stadtrechte.

Wattenscheid kann auf eine lange Tradition zurückblicken; 880 wurde der Name erstmals erwähnt. Dass die Gemeinde in der Hellwegbörde nördlich der Ruhr in späterer Zeit einen kaum für möglich gehaltenen Aufschwung nahm, war dem Kohlebergbau geschuldet, der es bereits um 1840 zu einer frühen Blüte brachte.

Industriezeitalter bewirkte Bevölkerungsanstieg

Die Bevölkerungszahlen stiegen im Zuge der Industriegesellschaft beständig, so dass Wattenscheid verwaltungstechnisch zum Amt aufstieg, dem unter anderem Gelsenkirchen, Ückendorf und Königssteele angehörten. Eine Zäsur gab es in den "Gründerjahren" des 19. Jahrhunderts: Aufgrund des Bevölkerungswachstums erhielt Wattenscheid am 15. Januar 1876 die Stadtrechte.

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Bergbau war dominierend für das Wirtschaftsleben

Von 1885 bis 1926 gehörte Wattenscheid als amtsfreie Stadt zum Landkreis Gelsenkirchen, am 1. April 1926 wurde die Kommune durch Eingemeindungen unter anderem von Munscheid sowie Teilen von Günnigfeld und Leithe kreisfreie Stadt mit 62.780 Einwohnern. Wie monostrukturell die Wirtschaft ausgerichtet war, zeigt folgende Zahl: Noch 1957, ein Jahr vor Einsetzen der Kohlekrise, arbeiteten mehr als 8000 Wattenscheider im Bergbau, das entsprach etwa 60 Prozent der arbeitenden Bevölkerung.

Die kommunale Eigenständigkeit endete zum 1. Januar 1975, als die Gebietsreform NRW in Kraft trat und Wattenscheid nach Bochum eingemeindet wurde.

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