Nahverkehr

Wattenscheid: Nach Unfall wächst Kritik an neuer Busstrecke

Ein Engpass für die Bogestra-Busse ist die Kreuzung Zeppelindamm/Zollstraße in Wattenscheid-Höntrop.

Ein Engpass für die Bogestra-Busse ist die Kreuzung Zeppelindamm/Zollstraße in Wattenscheid-Höntrop.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Höntrop.  Der enge Kurvenbereich Zeppelindamm/Zollstraße in Wattenscheid ist seit der Bogestra-Fahrplanumstellung zu einem gefährlichen Engpass geworden.

Der schwere Verkehrsunfall am 6. März an dieser Kreuzung hat die Kritik verstärkt, dass dieser Kurvenbereich für die großen Bogestra-Gelenkbusse viel zu eng sei. Die Fahrplanumstellung erfolgte Mitte im Dezember, seitdem sind hier zwei Linien (389 und neu 390) unterwegs.

Gefahrenpunkt entstanden

„Dieser Bereich hat sich zu einem Gefahrenpunkt entwickelt, der dringend entschärft werden muss. So kann es hier nicht weitergehen. Es herrscht Handlungsbedarf“, betont ein Anwohner von der Zollstraße. Er beobachtet tagtäglich die Situation, nicht nur auf dem Zeppelindamm in Höhe der blauen Fußgängerbrücke, sondern auch wenige Meter zuvor an der Sparkasse, wo es ebenfalls einen sehr engen Kurvenbereich gibt.

Situation hat sich verschärft

„Die Situation hat sich verschärft, als mit der Fahrplanumstellung im Dezember zwei Buslinien hier herfahren, zur Linie 389 kam dann noch die 390 hinzu. Da phasenweise zwei Gelenkbusse an den Engpässen hintereinander herfahren oder sich begegnen, kommt es zu Rückstaus und Rangiermanövern“, sagt der Anwohner. Diese Stelle sei gar nicht ausgelegt für mehrere Gelenkbusse. „Man muss sich fragen, wie man angesichts der problematischen Situation diese Streckenführung nur wählen konnte. Hat es vorher keinen Ortstermin gegeben? Dann hätte doch jeder sehen können, dass es hier nicht geht.“

Auch die Situation in Höhe der Sparkassen-Filiale an der Zollstraße, wo viele Autofahrer teils auf dem Fußgängerweg im Kurvenbereich parken oder rückwärts vom Parkplatz auf die Straße setzten, sei gefährlich, wenn hier noch Busse unterwegs sind.

Stadt und Polizei gefordert

Bogestra-Sprecher Kollmann erklärt auf Nachfrage der Redaktion, dass es Sache von Stadt und Polizei sei, die Lage dort zu beobachten und auszuwerten, ob man dort gegebenenfalls eingreifen müsse. Die Polizei erklärte zu dem schweren Verkehrsunfall am 6. März, dass der Autofahrer auf dem Zeppelindamm in Höhe der blauen Brücke den nach rechts in die Zollstraße abbiegenden 390er-Gelenkbus rechts überholte, was dort nicht erlaubt sei. Der schwarze VW Golf aus Hattingen krachte dann vor den Laternenmast, eine Person wurde schwer verletzt.

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