Zeltfestival

WAZ-Gewinner treffen Andreas Bourani beim Zeltfestival

„Wer friert uns diesen Moment ein...“: Die WAZ-Gewinner Inge Krabbe und Nadine Dunsche (links) sowie Gerda Hamdan und Günter Ferdinand Pielke (rechts) trafen Andreas Bourani beim Zeltfestival Ruhr.

„Wer friert uns diesen Moment ein...“: Die WAZ-Gewinner Inge Krabbe und Nadine Dunsche (links) sowie Gerda Hamdan und Günter Ferdinand Pielke (rechts) trafen Andreas Bourani beim Zeltfestival Ruhr.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum/Witten.  „Wer friert uns diesen Moment ein...“: Mehr als 4000 Fans feierten Andreas Bourani beim Zeltfestival. Mit dabei waren auch vier WAZ-Gewinner.

Vor drei Jahren war Inge Krabbe schon fast am Ziel. Andreas Bourani trat in der Köpi-Arena in Oberhausen auf. Die Altenbochumerin war auf dem Weg vom Parkplatz zur Halle, stolperte auf einer Stufe und stürzte. „Nix Andreas Bourani. Stattdessen gebrochene Nase, Notaufnahme, Operation“, erzählt die 61-Jährige. Am Dienstagabend wurde sie beim Zeltfestival reichlich entschädigt. Mit einem herausragenden Konzert. Und einer innigen Umarmung ihres Lieblingssängers.

Ein Unwetter geht über dem Zeltfestival nieder, als Andreas Bourani vier WAZ-Leser im VIP-Zelt begrüßt. Sie hatten das Star-Treffen bei einer Verlosung gewonnen. Inge Krabbe strahlt trotz der dunklen Wolken besonders hell. „Toll, dass ich Andreas Bourani nach dem Unfall 2016 nun doch zum ersten Mal live sehen kann“, freut sich die Verwaltungsangestellte, die von ihrer Nichte Nadine Dunsche (36) begleitet wird – auch sie ein langjähriger Fan.

Herzliche Umarmung im VIP-Zelt

Als Andreas Bourani die Geschichte vom Nasenbeinbruch hört, spendet er in seiner ureigenen Art Trost. Er nimmt Inge Krabbe in den Arm, drückt sie ganz fest und sagt: „Ich versuche, heute ganz besonders gut zu singen.“ Ein Versprechen, das er alsbald mehr als halten wird.

Gerda Hamdan wird’s gerne bestätigen. „Gespannt“ ist die 77-Jährige, den Sänger auf der Bühne erleben zu dürfen. Auch sie zum ersten Mal. Sie mag die Songs von Bourani, vor allem „Hey“. „Das sind Lieder mit Tiefgang und Rhythmus. Hinzu kommt sein faszinierender Lebensweg. Seine leiblichen Eltern stammen ja aus Nordafrika. Er hat sie nie kennengelernt“, ergänzt Günter Ferdinand Pielke (75), der Lebensgefährte von Gerda Hamdan.

Konzert zieht Besucher in den Bann

Die Begegnung hinter der Bühne fällt herzlich aus. Der 35-Jährige zeigt sich trotz des in 15 Minuten beginnenden Auftritts entspannt und zugewandt, nimmt sich die knappe Zeit für ein nettes Gespräch, steht lächelnd für Fotos und Autogramme bereit. „Wir müssen jetzt“, drängt die Produktion. „Alles Gute“, wünscht Andreas Bourani und eilt auf die Bühne.

Was folgt, sind eineinhalb Stunden, die die WAZ-Gewinner ebenso in ihren Bann ziehen wie die weiteren rund 4000 Zuschauer im Sparkassenzelt. Bourani beweist, dass er auch fünf Jahre nach dem Erscheinen seines letzten Albums zu den ausdrucksstärksten Sängern des Landes zählt. Seine Texte voller Poesie, Klugheit, Lebenslust und Liebesleid, mitunter Romantik, kleidet er in prallvolle Kompositionen. Jeder Song hat Hit-Qualität. Die größten Erfolge dürfen beim Zeltfestival nicht fehlen, von „Nur in meinem Kopf“ bis zur ultimativen Trennungshymne „Auf anderen Wegen“, von „Ultraleicht“, „Hey“ und „Astronaut“ bis zu „Auf uns“, der Song zur Fußball-WM 2014 (ohne dass Bourani ihn für diesen Anlass geschrieben hätte).

Großer Beifall für den einzigen neuen Song

Groß ist der Beifall nach dem einzigen neuen Titel des Abends. Er heißt „Keine Angst“. Prädikat: großartig, ein echter Bourani. Von ihm wird noch zu hören sein. Spätestens Anfang 2020, wenn endlich das neue Album erscheinen soll.

Die vier WAZ-Gewinner wird’s freuen. Auch Inge Krabbe, die das Konzert diesmal hoffentlich unbeschadet überstanden hat. Ins Zelt zumindest hat sie es unfallfrei geschafft.

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