Ausbildung

Zahl der Ausbildungsverträge haben weiter zugenommen

Die Unternehmen in Bochum und Umgebung bilden wieder mehr aus.

Die Unternehmen in Bochum und Umgebung bilden wieder mehr aus.

Foto: W. ENem / WNM

Bochum.  Schon 2018 gab es einen Anstieg. Nun ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Bochum und Umgebung noch einmal gestiegen.

Der Appell von Kammern und Verbänden an Unternehmen, mehr auszubilden, ist offenbar von Erfolg gekörnt. Mit 1678 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zum Stichtag am 1. August hat es im Bereich der Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet (Bochum, Herne, Witten und Hattingen) erneut eine Steigerung gegeben. Das „hervorragende Ergebnis des Vorjahres“, so die IHK, wurde noch einmal um elf Prozent gesteigert.

Den stärksten Schub verzeichnet die IHK für Witten: 252 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse bedeuten ein Plus von 36 Prozent. 1019 neue Verträge in Bochum sind fast 100 mehr als vor einem Jahr. In Herne gibt es 310 neue Verträge (plus fünf Prozent) und Hattingen 97 Verträge. Bis zum offiziellen Stichtag für das Ausbildungsjahr am 30. September werden voraussichtlich noch einige dazu kommen.

„Aber die tolle Tendenz ist heute schon zu erkennen: Die Unternehmen setzen wieder verstärkt auf Ausbildung, es gibt gute Chancen, in der Region eine Ausbildungsstelle zu finden. Das ist Zukunft für die jungen Menschen in den vier Städten“, so Eric Weik, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Ein Plus meldet auch die Handwerkskammer Dortmund: 2806 neue Ausbildungsverträge bedeuten einen Zuwachs von 8,1 Prozent gegenüber dem vergangenen Ausbildungsjahr. Allein in Bochumer Handwerksbetrieben wurden bislang 344 neue Lehrverträge abgeschlossen. „Das sind aber noch nicht alle, es werden noch einige hinzukommen“, so HWK-Sprecherin Jennifer Brox. Ohnehin rechnet auch das Handwerk noch einen weiteren Zuwachs bis zum Ende des Jahres. „Wir freuen uns, dass unsere intensiven Bestrebungen, wieder mehr junge Leute für das Handwerk zu begeistern, Erfolg zeigen“, sagt HWK-Präsident Berthold Schröder.

Um sich für den Nachwuchs noch attraktiver aufzustellen, könnten Unternehmer seit heute die Möglichkeiten des neuen Azubi-Tickets für NRW nutzen. Nach Schätzungen pendelt im Kammerbezirk Dortmund mindestens jeder dritte Auszubildende zum Ausbildungsplatz. „Das neue Angebot verbessert die Mobilität der jungen Leute über die Tarifgrenzen hinaus deutlich und bietet daher einen echten Mehrwert“, so der HWK-Präsident.

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