Zwei Künstler folgen der Spur der Linie

In der Innenstadt-Galerie des Bochumer Künstlerbundes BKB wird am Donnerstag die neue Ausstellung „Der Spur der Linie folgen“ eröffnet. 1 + 1 heißt diesmal das Motto in den Ausstellungsräumen an der Huestraße 13. Mit Werner Block und Werner Ryschawy stellen sich ein Bochumer und ein Herner Künstler mit ihren Arbeiten vor.

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In der Innenstadt-Galerie des Bochumer Künstlerbundes BKB wird am Donnerstag die neue Ausstellung „Der Spur der Linie folgen“ eröffnet. 1 + 1 heißt diesmal das Motto in den Ausstellungsräumen an der Huestraße 13. Mit Werner Block und Werner Ryschawy stellen sich ein Bochumer und ein Herner Künstler mit ihren Arbeiten vor.

„Wir haben von vornherein diesen städteübergreifenden Ansatz verfolgt“, so die BKB-Vorsitzende Doris Kirschner-Hamer zum konzeptionellen Zuschnitt der Galerie 13, die im Oktober 2016 in einem Hintergebäude der Huestraße 13 eröffnete.

Werner Ryschawy, der mit seinem Atelier in der Kunstzeche Unser Fritz in Wanne ansässig ist, hat Zeichnungen und Objekte mit nach Bochum gebracht. Seine „Topographien“ zeigen allerdings keine dreidimensionalen Landschaften, vielmehr sind die s/w-Blätter skizzenhafte Raumsituationen. Sie entstehen auf Seidenpapier, gezeichnet mit Kohle – inne wohnt ihnen eine feine Ästhetik, luftig und erdverbunden zugleich. Ganz anders und doch ähnlich sind Ryschawys feingliedrige Draht-Objekte; wenn man so will, sind es in die 3. Dimension übersetzte Zeichnungen, die der Linie im Wortsinn Raum verschaffen.

Zweiter im Bunde ist Werner Block, langjähriges Mitglied im BKB und mit seinen Arbeiten bestens eingeführt. Block zeigt dicht und hermetisch gezeichnete Bilder, die mit dem Bleistift entstanden: schwarze Tafeln aus Papier, die zu schimmern und zu flirren scheinen, je nach Lichteinfall. Die Schwärze ist aber aufgebrochen, durch eine besondere Zeichentechnik entstehen auf den vorgeblich monochromen Bildern veränderte Helligkeitswerte, die das Auge erst bei intensivem Hinsehen wahrnimmt. Eine beinahe meditative Herausforderung, ähnlich wie der dem Künstler höchste Geduld abfordernde Zeichenprozess selbst.

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