Berufsorientierung

Bottrops Schüler finden ihre Stärken fürs Berufsleben heraus

Schüler durchlaufen in der Aula Welheim in Bottrop den Erlebnisparcours , um mehr über ihre Stärken herauszufinden.

Schüler durchlaufen in der Aula Welheim in Bottrop den Erlebnisparcours , um mehr über ihre Stärken herauszufinden.

Foto: MATTHIAS GRABEN / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Trotz Corona: Der Erlebnisparcours "Komm auf Tour" ist bis Donnerstag in der Aula Welheim aufgebaut. Das können Schüler alles testen.

Der Erlebnisparcours „Komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft" ist trotz der Corona-Krise gestartet. Er soll Schülerinnen und Schülern der siebten Jahrgangsstufe bei der Berufsorientierung und Lebensplanung helfen und ist bis zum kommenden Donnerstag, 19. September, zum ersten Mal in der Aula der Hauptschule Welheim aufgebaut. Das Projekt bildet den Startschuss für die Zeit der Studien- und Berufsorientierung, die ab Klasse 8 im Rahmen des Projektes „Kein Abschluss ohne Anschluss“ auf die Schüler zukommt.

Wegen der Vorsichtsmaßnahmen in der Corona-Krise können in diesem Jahr erheblich weniger Teilnehmer den Parcours absolvieren. Knapp 350 Schüler der Bottroper Schulen können dennoch darin ihre persönlichen Stärken herausfinden. An insgesamt vier Stationen können die Jugendlichen dabei „Stärke-Punkte“ sammeln. Gefragt sind zum Beispiel Hilfsbereitschaft und Ordnung, Zahlenaffinität, handwerkliches Geschick, Kreativität oder ein guter Gesprächspartner zu sein. Berufsberater, Mitarbeiter des Diakonischen Werks oder städtische Auszubildende helfen den Schülern weiter, wenn diese Fragen haben.

Ein gutes Beispiel für Einstieg in Berufsberatung

Das Gemeinschaftsprojekt "Komm auf Tour" sei für Schülerinnen und Schüler ein gutes Beispiel für eine frühzeitige Berufsorientierung, erklärt Frank Thiemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen/Bottrop. "Es gibt viele tolle Berufsfelder und Wahlmöglichkeiten für Jugendliche. Wir können nicht früh genug damit beginnen, Jugendliche für ihre persönliche Zukunft zu interessieren. Deshalb unterstützen wir das Projekt sehr gerne “, betont er.

An den Stationen des Erlebnisparcours erwarten die Schüler unterschiedlichste Aufgaben: Ein Impro-Theater fordert die Kreativität und den Mut. Im „Labyrinth des Lebens“ werden alle vor die Frage gestellt: „Wer hilft mir, wenn ich in einer Sackgasse bin?“ Im „Zeittunnel“ blicken die Teilnehmer auf die Zukunft, die verschiedenen Lebensweisen und langfristigen Lebensziele. In der „sturmfreien Bude“ müssen sie organisieren: „Mit wem möchte ich zusammenleben? Wie teuer ist eine Wohnung? Bin ich in der Lage handwerklich geschickt zu sein?“ Am Ende werden für jede Schülerin und jeden Schüler die gesammelten Punkte an allen Stationen analysiert. Sie erhalten eine erste Einschätzung, welche Berufsfelder zu ihnen und ihren Stärken passen.

Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern wird gefördert

Die Organisation des Erlebnisparcours hat die Kommunale Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ übernommen. Die Agentur für Arbeit ist mit einer 50-prozentigen Ko-Finanzierung dabei. „Komm auf Tour“ fördert nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrkräften und regionalen Anbietern der Berufsorientierung.

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