Coronavirus

Die Freibadsaison in Bottrop wird ganz anders sein

Die beliebte Rutsche im Stenkhoffbad bleibt nach der geplanten Wiedereröffnung Ende Mai gesperrt. Auch das Planschbecken bleibt zu.

Die beliebte Rutsche im Stenkhoffbad bleibt nach der geplanten Wiedereröffnung Ende Mai gesperrt. Auch das Planschbecken bleibt zu.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Strenge Regeln im Bottroper Stenkhoffbad lassen für Besucher nur eines übrig: Bahnen ziehen. Der gewohnte Freibadspaß bleibt auf der Strecke.

Es wird ein ungewöhnliches Jahr für Besucher im Stenkhoffbad. Badleiter Daniel Schimanski möchte den Badenixen und Wasserratten keine falschen Hoffnungen machen. „Es wird eine Saison, die es in der Geschichte von Bottrop noch nie gegeben hat“, sagt er.

Der Bottroper Sport- und Bäderbetrieb will alle Schwimmbäder der Stadt ab dem 30. Mai wieder öffnen. Dabei werden das strenge Hygienekonzept und die Abstandsregeln umgesetzt. Bis es soweit ist, wird im Stenkhoffbad gearbeitet. Einiges ist schon erledigt. Auf dem Weg zum Kassenhäuschen zeigen aufgemalte Pfeile die Richtung an. Farbige Balken auf dem Boden signalisieren, wo jeweils der Badegast in einer möglichen Warteschlange stehen soll. Es gibt einen separaten Ein- und Ausgang, der durch Bauzäune getrennt ist. Nach dem Einlass ist der Weg auf dem Gelände wie eine Einbahnstraße konzipiert.

Der Sicherheitsabstand muss auch im Becken eingehalten werden

Die Liegeflächen dürfen nicht wie gewohnt überall und benutzt werden. 16 Quadratmeter große Parzellen sind auf der Wiese für die Badegäste mit Farbe markiert worden. Der Eingang in das Schwimmerbecken erfolgt nur über die Leiter rechts am Beckenrand, der Ausstieg ist auf der anderen Seite des Beckens. Am Rand darf keiner sitzen. Ans Planschen oder Spielen ist unter diesen Umständen nicht zu denken. „Im Prinzip kann man nur Bahnen schwimmen“, meint Daniel Schimanski. Zusätzlich muss der Sicherheitsabstand im Wasser zwischen den Besuchern eingehalten werden.

Auch im Nichtschwimmerbecken ist nichts mehr wie früher. Ein Bauzaun trennt den Ein- und Ausgang ab. Der Badegast geht auf der einen ebenerdigen Seite des Beckens hinein und auf der anderen Seite heraus. Maximal 250 Badegäste dürfen am Tag auf das Gelände im Stenkhoffbad. Laut Schimanski dürfen die Personen aber nicht alle gleichzeitig ins Wasser. „Mit Badespaß hat das alles nichts zu tun“, meint er. Es bleibt abzuwarten, wie das Konzept mit Sicherheitsabstand im Wasser in der Praxis vor allem mit Kindern eingehalten werden soll. „Das Konzept kann nur funktionieren, wenn sich alle Gäste daran halten.“

Ans Planschen oder Spielen ist nicht zu denken

Die Badegäste müssen sich auf weitere Veränderungen einstellen. In den Toilettenräumen dürfen sich nur zwei Personen gleichzeitig aufhalten. Es gilt die Maskenpflicht. Vor den sanitären Anlagen ist ein Wartebereich auf den Asphalt gemalt. Zwischen zwei Waschbecken muss noch eine Trennwand als Spuck-und Niesschutz eingebaut werden, weil die Becken zu nah beinander gebaut sind. Die Urinalrinne auf der Herrentoilette wird mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.

Auch das Planschbecken bleibt geschlossen, ebenso die Rutsche. Die Startblöcke sind gesperrt. Dasselbe gilt für die Holzbänke an den Fußwegen, auf den Liegeflächen sowie die Tische. Duschen und Umkleiden bleiben zu. Die Schließfächer stehen nicht zur Verfügung. Auf dem Kinderspielplatz dürfen nur zwei Kinder gleichzeitig spielen. In den kommenden Tagen soll vor dem Platz noch eine Wartezone eingezeichnet werden.

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