Verkehrspolitik

CDU-Forum diskutiert die Chancen der Digitalisierung

Dirk Günnewig sprach beim  CDU-Forum für Politik und Gesellschaft im Brauhaus am Ring über Verkehr und Digitalisierung.

Dirk Günnewig sprach beim CDU-Forum für Politik und Gesellschaft im Brauhaus am Ring über Verkehr und Digitalisierung.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Kirchhellen .  Wie muss Verkehr neu aufgestellt werden? Das hat das Forum für Politik und Gesellschaft diskutiert. Passend zum Thema stand der Referent im Stau.

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NRW ist ein Stauland, der Personennahverkehr ist nicht aufeinander abgestimmt, bei der Digitalisierung ist NRW ein „Entwicklungsland“.Jeder, der zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen will, kennt dies. Auch der Bedarf an Mobilität habe sich geändert, erklärte die CDU-Kreisvorsitzende Annette Bunse am Mittwochabend im Brauhaus beim Forum für Politik und Gesellschaft. Menschen in ländlichen Bereichen wie Kirchhellen fühlten sich verkehrstechnisch abgehängt.

Man komme beispielsweise von Kirchhellen zwar mit dem Bus zum Bahnhof Feldhausen, aber die Taktungen von Bus und Bahn stimmten nicht überein, so dass lange Wartezeiten entstünden und man lieber aufs Auto umsteige. „Wir wollen nicht alles anders machen, wir wollen es nur auf eine andere Weise machen“, ergänzte Moderator Jörg Rohde.

Referent steht im Stau

Beleuchten sollte dies Dirk Günnewig, Leiter der Abteilung für Mobilität, Digitalisierung und Vernetzung beim Verkehrsministerium. Passend zum Thema verspätete sich der Referent erheblich, weil er nach einer Sitzung im Verkehr in und von Düsseldorf stecken blieb. In seinem Impulsvortrag „Mobilität der Zukunft“ stellte Günnewig klar, dass die Mobilität ein wichtiger Teil der öffentlichen Vorsorge sei: „Wir möchten, dass die Menschen so mobil sind, wie sie wollen.“

Man müsse dabei übergreifend denken und die verschiedenen Konzepte der Mobilität miteinander vernetzen und verknüpfen. Jeder Verkehrsträger habe unterschiedliche Stärken, zudem brauche man Alternativen. Man müsse Mobilität stärker vom Nutzer her denken und mit intelligenten Konzepten ganzheitlich und nachhaltig behandeln.

Ausbau und Digitalisierung

Im Ministerium habe man habe sich zwei Schwerpunkte gesetzt. Einerseits sei die Infrastruktur auszubauen: Straßen, Schienen oder Wasserstraßen. Planungen und Genehmigungsverfahren, die sehr komplex und langwierig seien, müssten beschleunigt werden. „Umweltverträglichkeit und Bürgerbeteiligungen sind wünschenswert, aber halten auch auf.“

Der zweite Schwerpunkt sei die Digitalisierung. Dabei müsse man die Verkehrsströme besser steuern. Digitalisierung könne konkret helfen, Baustellen zu koordinieren, damit Busse nicht an anderen Baustellen im Stau stehen. Auch der ÖPNV müsse attraktiver werden, Man müsse Zuständigkeiten bündeln, um ein Mobilitätsmanagement entwickeln, Intelligente Mobilitätskonzepte müssten in den Kommunen entstehen. örtliche Konzepte sollten mit regionalen Ansätzen verknüpft werden. Es könnten „Mobilitätsstationen“ entstehen, mit Haltestellen, Leihfahrrädern, Carsharing und sicheren Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, besonders nach der Zunahme der wertvollen E-Bikes. Im Haushalt seien Gelder für ein „Bündnis für Mobilität“ eingeplant.

Bei der anschließenden Diskussion ging es konkrete Probleme: die Unzuverlässigkeit der Bahn, LKW-Belastungen auf den Straßen, Bau der A 52, Preise des ÖPNV und Radwege, Bürokratie bei der Mobilitätsgarantie.

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