Benefiz-Essen

Kochclub der Strohwitwer serviert Grünkohl

Der Kochclub der Strohwitwer von links: Felix Breil, Michael Platzköster, Rudolf Schlagkamp, Bernd Remmert, Eberhard Uhlenküken, Hans-Josef Ibing, Detlef Howah, Wolfgang Otte, Helmut Lindmeyer, Bernd Kemper und Gerd Schlagkamp.

Der Kochclub der Strohwitwer von links: Felix Breil, Michael Platzköster, Rudolf Schlagkamp, Bernd Remmert, Eberhard Uhlenküken, Hans-Josef Ibing, Detlef Howah, Wolfgang Otte, Helmut Lindmeyer, Bernd Kemper und Gerd Schlagkamp.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop-Feldhausen.  Seit rund 40 Jahren binden sich die Bottroper Hobbyköche die Schürze um und bringen Leckeres für den guten Zweck auf den Tisch.

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Deftiger Grünkohl mit herzhafter Mettwurst. So lautet das Gericht, bei dem sich die Hobbyköche des Kochclubs für Strohwitwer (KfS) aus Feldhausen mit altbewährter Hausmannskost mal wieder selbst übertroffen haben.

Mal wieder, denn es ist nicht das erste Mal, dass sich die 14 ambitionierten Mitglieder des Clubs mit ihren Kochkünsten dem guten Zweck widmen. Als feste Gemeinschaft bereiten sie seit rund 40 Jahren an sieben Terminen im Jahr gemeinsam ein Essen zu und haben dabei „mindestens genauso viel Spaß wie ein Kegelclub“, lacht Eberhard Uhlenküken, selber seit inzwischen 38 Jahren aktives Mitglied und leidenschaftlicher Hobbykoch.

Im Frühjahr das Fastenessen und im Herbst das Grünkohlessen

„Letztes Jahr im Frühling hat alles damit angefangen, dass wir im April die Zubereitung des Fastenessens von der KAB übernommen haben. Es gab Sylter Heringstopf mit Salzkartoffeln und Kräuterquark. Daraufhin wurden von überall her Fragen laut, ob wir denn nicht auch Grünkohl kochen könnten, so dass wir jetzt zweimal im Jahr ein Mittagessen für den guten Zweck anbieten. Im Frühjahr das Fastenessen und im Herbst das Grünkohlessen“, erinnert sich Eberhard Uhlenküken.

Um die über 135 Portionen aus den gesponserten Zutaten zu zaubern und alles für ihre vielen hungrigen Gäste vorzubereiten, haben sich die Männer mächtig ins Zeug gelegt. „Die Anzahl der Gäste ist etwas aus dem Ruder gelaufen“, staunt Uhlenküken über die überwältigende Resonanz und überaus große Nachfrage, auf die ihr Angebot trifft. Gut, dass man im Vorhinein anhand des Kartenverkaufs planen konnte. Anders, ohne konkrete Planung, sei so eine Aktion auch überhaupt nicht durch den auf 14 Köche begrenzten Club zu stemmen, gibt Eberhard Uhlenküken zu bedenken. Doch trotz Planung bedeutet dieser Ansturm eben auch viel Arbeit und Organisation.

Am Sonntag wurden ab 8 Uhr die Messer gewetzt und Kochlöffel geschwungen

Für die eingeschworene Männertruppe des Clubs aber kein Problem, dass sich nicht durch gute Teamarbeit lösen ließe. Freitags wurden die Zutaten besorgt. Samstag bauten die fleißigen Clubmitglieder Tische, Stühle, Öfen und Kochutensilien im Pfarrheim von Feldhausen auf. Und am Sonntag ab 8 Uhr wurden dann die Messer gewetzt und Kochlöffel geschwungen, es wurde gebrutzelt und gebraten, geköchelt und fein abgeschmeckt. All dies, damit am Ende ein leckeres Mahl pünktlich zur Mittagszeit auf dem Tisch stehen kann.

Wer sich eine der begehrten Eintrittskarten sichern konnte, der kann nun kräftig zulangen. Und kurz vor 12 Uhr strömen auch schon die zahlreichen Gäste ins Pfarrheim, angelockt von dem würzigen Geruch echter Hausmannskost, der schon auf der Straße vor dem Pfarrheim in der Luft liegt. Hunger bringen sie mit. Und allesamt auch gute Laune. Ein gemütliches Mittagsessen in herzlicher Gesellschaft zu Ziel.

Genießen für den guten Zweck ist hier das Motto, denn der Erlös der Eintrittskarten wird gespendet. Der größte Anteil geht abermals an das stationäre Hospiz an der Osterfelder Straße und ein weiterer Teil an den Kindergarten in Feldhausen. „Über den Rest wird noch abgestimmt“, so Uhlenküken.

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