Kundgebung

Polizei will Gegendemonstranten und AfD-Besucher trennen

Über 1000 Gegendemonstranten waren im November zum Auftritt von Björn Höcke im Berufskolleg gekommen. Mit so vielen Teilnehmern rechnet das Bündnis diesmal nicht. Dafür sei die Mobilisierungszeit zu kurz gewesen.

Über 1000 Gegendemonstranten waren im November zum Auftritt von Björn Höcke im Berufskolleg gekommen. Mit so vielen Teilnehmern rechnet das Bündnis diesmal nicht. Dafür sei die Mobilisierungszeit zu kurz gewesen.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Das Bündnis Buntes Bottrop hat mit der Polizei die Regeln für die Gegenkundgebung zum AfD-Treffen am Donnerstag besprochen. So soll es laufen.

Das Bündnis Buntes Bottrop erneuert seinen Aufruf, sich an der Kundgebung gegen die AfD-Veranstaltung im Berufskolleg zu beteiligen. Ab 18 Uhr will das Bündnis am Donnerstag gegen die Veranstaltung mobil machen. Mit der Polizei ist abgeklärt, dass die Bühne der Kundgebung auf der Straße An der Berufsschule, Ecke Hans-Sachs-Platz aufgestellt wird – auf dem Teilstück zur HRW. Der Zugang erfolgt über die Lützowstraße.

Anders als im November 2018 werden sich AfD-Besucher und Demonstranten diesmal wohl nicht aufeinander treffen. Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt durch einen Nebeneingang. Damit liegen sozusagen das Gebäude und auch eine Baustelle zwischen den Gruppen.

Gesellschaftlich Gruppen unterstützen die Gegenkundgebung

Vertreter der Kirchen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen unterstützen das Bündnis und werden auf der Bühne sprechen. Darunter auch ein Vertreter von Fridays for Future, der sich zur AfD-Klimapolitik äußert. „Über diese Zusagen freuen wird uns sehr“, sagt Andrea Multmeier vom Bündnis Buntes Bottrop.

Bei all dem gehe es nicht darum, jeden, der die AfD-Veranstaltung besucht, als Rassisten zu brandmarken, sagt Niels-Holger Schmidt. „Aber wir wollen zeigen, dass Jörg Meuthen, der ja als Hauptredner auftritt, sich mit den rechten Personen in der AfD verbündet, die in ihrer Wortwahl kaum noch von Nazis zu unterscheiden sind.“

Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Bottrop Es gehe auch nicht darum, das Recht auf freie Meinungsäußerung in Abrede zu stellen, ergänzt Matthias Buschfeld. Nur ergebe sich daraus nicht die Notwendigkeit, alles widerspruchslos hinzunehmen. „Wir stellen uns gegen das vermeintliche Meinungsmonopol, das die AfD für sich beansprucht.“

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