Taubenfütterung

Wer in Bottrop Tauben füttert, wird heftig zur Kasse gebeten

Futter für Tauben auf die Straßen und Gehwege zu werfen, ist in Bottrop verboten.

Futter für Tauben auf die Straßen und Gehwege zu werfen, ist in Bottrop verboten.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Bottrop.  In der Adventszeit werden gern Tauben gefüttert. Aber Vorsicht: Wer erwischt wird, riskiert eine Strafe. Der Bußgeldkatalog reicht bis 300 Euro.

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Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit. Auf dem Bottroper Weihnachtsmarkt neigt der eine oder andere Besucher dazu, den Tauben in der Innenstadt ein Leckerli abzugeben und hinzuschmeißen. Aber Vorsicht: Wer absichtlich die Tiere füttert, wird zur Kasse gebeten.

Schon mehrmals hat die Stadtverwaltung mit Aktionen und Schildern in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass das Füttern der Tiere verboten ist. „Bisher noch nicht mit durchschlagendem Erfolg“, sagt Stadtsprecher Andreas Pläsken. Denn das Phänomen ist nach wie vor, insbesondere auf der Hansastraße und auf dem Kirchplatz an St. Cyriakus, zu beobachten. Der Kommunale Ordnungsdienst ist täglich mit wachsamen Augen unterwegs.

Der Kommunale Ordnungsdienst ist mit wachsamen Augen unterwegs

Meistens sind es Eltern mit Kleinkindern. Die Jungen und Mädchen versorgen die Tauben teils aus Tierliebe und vor allem aus Unwissenheit nach einem Besuch beim Bäcker mit Brotkrumen oder Brötchenkrümeln. Entdeckt dies der Kommunale Ordnungsdienst, belässt er es bei einer mündlichen Ermahnung, so Pläsken.

Anders ist der Fall gelagert, wenn Erwachsene bewusst und mit Vorsatz vorgehen und die Fütterung vornehmen. Dann kann die irrtümlich gut gemeinte Tat eines Tierfreundes zu einer teuren Angelegenheit werden. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 35 Euro rechnen. Bei Tätern, die mehrmals auffallen, sind mindestens 70 Euro zusätzlich zu einer Verwaltungsgebühr fällig, sagt der Stadtsprecher. Der Bußgeldkatalog reiche sogar bis zu 300 Euro. In Nachbarstädten geht’s noch heftiger zur Sache.

Schilder an der Hansastraße und am Kirchplatz weisen auf Verbot hin

Allerdings gibt es ein Problem. „Die Täter müssen auf frischer Tat ertappt werden“, sagt Pläsken. Eigentlich sollen Schilder, unter anderem an der Hansastraße und am Kirchplatz an St. Cyriakus, deutlich auf das Verbot hinweisen. Diese sind von der Stadtverwaltung nicht ohne Grund aufgestellt worden. „Es handelt sich um eine tierschützende Maßnahme“, erklärt der Stadtsprecher. Das gurrende Gefieder soll nicht unkontrolliert gefüttert werden.

Von einer artgerechten Fütterung kann in Zeiten einer Wegwerfgesellschaft ohnehin kaum die Rede sein. Die Tauben ernähren sich mitunter von dem, was sie auf dem Boden finden und was Menschen achtlos weggeworfen haben. „Pommes, Burger oder süße Essensreste“, zählt Pläsken auf. Mit der Folge, dass sie krank werden. Brotlaibe sind ebenfalls ungesund für die Tiere. Mit Krankheiten infizierte Tiere sind zudem ein Gesundheitsrisiko für den Menschen.

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