Wirtschaft

Benteler-Betriebsrat: Kündigungen sind nicht erlaubt

Auch im Werk in Dinslaken sollen Stellen abgebaut werden.

Auch im Werk in Dinslaken sollen Stellen abgebaut werden.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Benteler Steel/Tube will auch in Dinslaken Stellen abbauen. Laut Gesamtbetriebsrat sind aber betriebsbedingte Kündigungen nicht erlaubt.

Der Gesamtbetriebsrat der Benteler Steel/Tube Gruppe fordert das Unternehmen auf, die vor drei Jahren geschlossenen Tarifverträge ohne Abstriche einzuhalten. Der Konzern hat Sparmaßnahmen angekündigt. In den kommenden drei Jahren sollen bundesweit 600 von 3600 Stellen wegfallen. In Dinslaken arbeiten 100 Beschäftigte.

Betriebsrat verweist auf Ergänzungstarifvertrag

Der Betriebsrat verweist auf den 2016 angeschlossenen Ergänzungstarifvertrag, der bis Ende 2021 an den fünf deutschen Standorten in Paderborn, Schloß Neuhaus, Dinslaken, Lingen und Bottrop keine betriebsbedingten Kündigungen erlaube. Sezgin Özen, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Benteler Steel/Tube erklärt, dass mit dem Tarifvertrag umfangreiche Einschnitte bei den Beschäftigten erfolgt seien. „Wir wollten damit das Unternehmen auf dem Weltmarkt stabilisieren und unseren Beschäftigten dadurch gleichzeitig eine gewisse Sicherheit über das Jahr 2021 hinaus geben.“

Beschäftigte verzichteten auf Lohnerhöhungen und Sonderzahlungen

Die Beschäftigten verzichteten auf Teile der Sonderzahlung, bekämen eine reduzierte Prämie und leisteten zusätzliche Arbeitszeiten. Gleichzeitig seien fällige Lohnerhöhungen verschoben worden. Dafür wollte das Unternehmen 200 Millionen Euro in die Standorte investieren. Es könne nicht sein, dass die Gelder genutzt werden sollen, um Mitarbeiter über „freiwillige“ Aufhebungsverträge und andere Maßnahmen aus dem Unternehmen zu drängen.

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