Comedy

„Chlorreiche Tage“ mit Bademeister Rudi Schaluppke in Voerde

Bademeister Schaluppke war auf Einladung des Fördervereins „Voerder Bäder“ in der Aula des Gymnasiums zu Gast.

Bademeister Schaluppke war auf Einladung des Fördervereins „Voerder Bäder“ in der Aula des Gymnasiums zu Gast.

Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services

Voerde.  Bademeister Schaluppke gastierte auf Einladung des Voerder Bädervereins im Gymnasium und stellte seinen „komplexen Kompetenzkatalog“ vor.

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Freibades hatte der Förderverein „Voerder Bäder“ zu einer besonderen Benefizveranstaltung eingeladen. Bademeister Rudi Schaluppke erntet sogleich Applaus, als er die Bühne in der voll besetzten Aula des Gymnasiums betritt. Im Bademeister-Outfit erklärt der Komiker seinen „komplexen Kompetenzkatalog“: Badeaufsicht, Ratgeber, Mädchen für alles und bei Jugendlichen in seinem Kombibad im Kölner Stadtteil Zollstock muss er auch schon mal den Sonderpädagogen spielen, wenn Amanda-Cheyenne und Summer-Kimberly sich in die Haare kriegen.

Mit feinfühliger Diplomatie bei der Arbeit

Dabei ist er auch am Kinderbecken mit feinfühliger Diplomatie bei der Arbeit: „Wenn eine Pommes ins Wasser fällt, musst du die trotzdem essen“, ermahnt er einen jungen Badegast, der mit Essen im Wasser steht. Als dessen Mutter ihrem Kind noch Limo reicht und meckert, macht er mal eine Durchsage, sie müsse das Becken austrinken, wenn auch nur ein Tropfen danebengeht.

In ähnlicher Manier geht Bademeister Schaluppke, der mit seinem Programm „Chlorreiche Tage“ in Voerde gastiert, mit all seinen Badegästen um. Als ein „Alphakevin“ ihn auffordert, den Zehn-Meter-Turm aufzumachen, kontert der Bademeister mit dem Spruch „Spring doch zwei Mal vom Fünfer!“ Dem leicht rechtsgesinnten Opa Heinrich, der sich über die Badegäste mit Migrationshintergrund aufregt, rennt der Bademeister prompt mit einem Megaphon hinterher: „Alle Kölner gegen die Islamisierung des Abendlandes schwimmen heute auf der rechten Seite“, ruft er mit rollendem „R“ und fügt hinzu: „Heute mit brauner Badekappe!“

Sympathie der jungen Badegäste

Das bringt ihm spontan die Sympathie der jungen Badegäste ein: „Der Schaluppke ist so hart, der isst keinen Honig, sondern kaut Bienen“, urteilt einer der Jugendlichen. Und dann ist da noch die Poolnudel. Bademeister Schaluppkes liebstes Arbeitsgerät. Mit Pferdekopf an einer Seite ausgestattet, nimmt er sie als „Poolpony“ zur Hand, um seine Seepferdchen-Schwimmer aufzumuntern.

Ertrinkenden wirft er das Utensil gerne zur Rettung zu – natürlich in feinster Baywatch-Manier in Zeitlupe, mit tatkräftiger Unterstützung des Publikums. Und dann macht er aus dem Stangentanz einen Poolnudel-Tanz und schlingt seinen Körper lasziv um die Schwimmhilfe. Zwischendurch rappt er die Baderegeln und rockt über die Bühne der Aula des Gymnasiums. Applaus und Lacher vom Publikum für die energiegeladene Darbietung. (fla)

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