FESTIVAL

Das SYLS-Festival Dinslaken hat ein neues Konzept

Mit längeren Spielzeiten für lokale Bands möchten die SYLS-Organisatoren mehr Publikum locken.

Mit längeren Spielzeiten für lokale Bands möchten die SYLS-Organisatoren mehr Publikum locken.

Foto: Erwin Pottgiesser

Dinslaken.   Bekannte Top-Acts, längere Auftritte und weniger Bands sollen beim SYLS-Festival am 23./24. August für neuen Schwung im Burgtheater sorgen.

„Professioneller und entspannter.“ So beschreibt Martin Baumann das neue Konzept fürs „Support your local scene“ oder kurz SYLS-Festival. Denn das Szene-Event parallel zu den Din-Tagen ist ein wenig in die Jahre gekommen. Nicht, dass es sich nicht zusammen mit den Localbands aus Dinslaken und der Region immer wieder zusammen verjüngt, hätte. Es sind die Seh- und Hörgewohnheiten des Publikums, die sich geändert haben.

Die Zielgruppe ist zweigeteilt

Während vor 10, 15 Jahren quasi ein Band-Hopping, das schnelle Zappen von Act zu Act im 30 Minuten-Takt angesagt war und es darum ging, möglichst vielen Formationen ein Forum auf der Bühne im großen Burgtheater zu bieten, ist die Zielgruppe heute zweigeteilt, erklärt Baumann. „Die einen Jugendlichen bleiben lieber im Park mit allen damit verbundenen Freiheiten.“ Und die anderen, denen es primär um die Musik geht, möchten lieber mehr Songs pro Band hören.

Vier bis fünf lokale Bands am Tag

Das bekommen die SYLS-Gänger nun am Freitag und Samstag, 23. und 24. August, geboten. Nur noch vier bis fünf Localbands pro Tag (statt zuvor 14 an zwei Tagen) werden aus den Bewerbungen ausgewählt. Sie erhalten entsprechend mehr Netto-Spielzeit. Einigkeit bestand bei dem in diesem Jahr von fünf auf acht Mitglieder gewachsenen SYLS-Team darüber, die Fud’ies auf jeden Fall als gesetzt zu betrachten. Dinslakens integrative Rockband wandert allerdings von ihrem Stammplatz am Samstag auf den Freitag.

Die richtig große Veränderung betrifft jedoch die jeweils letzten Bands der Festival-Tage. Schön länger gab es An- und Nachfragen nach Top-Acts, die einerseits die Region repräsentieren, aber eben auch darüber hinaus bekannt sind und somit echte Zugpferde auch gegenüber den Bühnenprogrammen der Din-Tage sind. Der Top-Act für den Freitag kann noch nicht verraten werden, aber für den Samstag haben sich „Pöbel und Gesocks“ angesagt. Die Oi-Punk-Band aus dem Ruhrgebiet ist seit 1979 am Start und sei schon seit ein paar Jahren an einem Auftritt beim SYLS interessiert gewesen, so Martin Baumann.

SYLS soll typischen Festival-Charakter erhalten

Mit den Top-Acts und den längeren Auftrittszeiten soll das SYLS einen typischeren Festival-Charakter erhalten. Besonderheiten der ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen bleiben allerdings erhalten. So wird es auch im August 2019 wieder die beliebte Tombola zugunsten Maria Mirembe in Uganda geben. Aktuell werde mit Hilfe der Erlöse aus dem letzten Jahr ein Kindergarten gebaut, freut sich Martin Baumann über die Hilfe, die ankommt.

Und selbstverständlich sind wieder alle Localbands aus Dinslaken und Umgebung aufgerufen, sich um einen Platz im SYLS-Line-up zu bewerben.

So kann man sich bewerben

Wer das Burgtheater rocken möchte, kann sich jetzt beim Orga-Team bewerben. Online ist eine Bewerbung per Email an syls-festival@gmx.de möglich. Bitte nicht den Downloadlink für eine Hörprobe vergessen.

Bewerbungen per Post mit CD bitte an das ND Jugendzentrum (Stichwort SYLS, Beethovenstraße 6-12, 46535 Dinslaken) schicken.

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