Adventskalender

Freundeskreis Stadtbibliothek ist „Kirsche auf der Sahne“

Bis Weihnachten stellt die NRZ Fördervereine vor.

Bis Weihnachten stellt die NRZ Fördervereine vor.

Foto: Mara Tröger / FFS

Dinslaken.  Ausgewählte Fördervereine aus Dinslaken, Voerde und Hünxe werden vorgestellt. Heute: der Freundeskreis Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken.

„Die Kirsche auf der Sahne“ sei der Freundeskreis Stadtbibliothek und Stadtarchiv für beide Einrichtungen, hat einst Bibliotheksleiterin Edith Mendel gemeint. Doch inzwischen, seit ihrer Gründung 2002, ist die Kirsche immer saftiger und immer wertvoller für die beiden Häuser geworden.

Erst am 14. November würdigte die Stadt Dinslaken das Engagement der 40 ehrenamtlichen Mitglieder des Freundeskreises mit dem Maria-Euthymia-Preis.

Von kulturbegeisterten Menschen gegründet

Gegründet wurde der Freundeskreis von kulturbegeisterten Menschen. Nur wenige Freundeskreise in Deutschland gibt es, die sich sowohl ihrer Bibliothek als auch ihrem Stadtarchiv gleichermaßen verpflichtet sehen.

„Bereits bei unserer Gründung haben wir beide Häuser als eine kulturelle Einheit gesehen“, erklärt Vorsitzender Adolf Kraßnigg. Mit einem jährlichen Beitrag von 15 Euro pro Mitglied könnte der Freundeskreis keine großen Sprünge machen, wären da nicht die vielen Sponsoren und Aktionen zugunsten der beiden Häuser. Das wohl größte Markenzeichen des Freundeskreises ist der alljährliche Bücher-Kiloverkauf. Allein im Jahr 2018 wurden 16 Tonnen Bücher angenommen, sortiert, gestapelt und an mehreren Tagen wiederum verkauft.

Rekordsumme von 5,8 verkauften Tonnen Bücher

Ein Kilo Bücher kostete jahrelang einen Euro, inzwischen hat sich der Betrag auf 1,50 Euro erhöht. Die Rekordsumme von 5,8 verkauften Tonnen Bücher konnte der Freundeskreis trotz Preiserhöhung in diesem Jahr verbuchen.

Dafür wurde auf Wunsch der Bibliothek ein E-Piano für den Musikbereich angeschafft. Dabei handelt es sich um das „Flaggschiff der Firma Yamaha“, berichtet Kraßnigg. „Es wurde vor drei Tagen angeliefert und soll noch im Advent feierlich der Stadtbibliothek übergeben werden.“ 3899 Euro habe das gute Stück gekostet und wurde vom Juniorchef der Firma eigens nach Dinslaken geschafft. Nach dem 3-D-Drucker ist das E-Piano ein weiterer Höhepunkt für die Stadtbibliothek.

Nicht ganz so spektakulär, aber wertvoll

Nicht ganz so spektakulär muten da die Unterstützungen für das Stadtarchiv an. Wertvoll sind sie jedoch allemal, wenn es darum geht die alten historischen Katasterbücher, das früheste Buch stammt aus dem Jahr 1723, zu restaurieren.

Eine solch gewaltige Aufgabe gelingt natürlich nur mit Hilfe von Sponsoren, erklärt Kraßnigg und ist glücklich sich hierbei auf Privatspenden und Zuwendungen der Nispa verlassen zu können. Zur Aufarbeitung der NS-Zeit ist eine CD-Hörcollage mit dem Titel „Erinnern für die Zukunft – am Beispiel Dinslaken“ erstellt. Adolf Kraßnigg und seine Mitstreiter hoffen, dass sie noch viele Wünsche erfüllen können.

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