Zeelink-Projekt

Geplante Gasleitung - Hünxer kommen zum Bürgerdialog

Die Hünxer Bürger bekamen beim Bürgerdialog zum Thema Gasleitung im Rathaus Informationen von Experten der Firma Zeelink.

Foto: Heiko Kempken

Die Hünxer Bürger bekamen beim Bürgerdialog zum Thema Gasleitung im Rathaus Informationen von Experten der Firma Zeelink. Foto: Heiko Kempken

Hünxe/Voerde.   Viele Bürger haben sich in Hünxe über das Projekt Zeelink informiert. Kommune und Landwirte wollen einen anderen Trassenverlauf der Gasleitung.

Zu einer Informationsveranstaltung zum Gasleitungsprojekt Zeelink hatte die Zeelink GmbH ins Hünxer Rathaus eingeladen. Vor dem öffentlichen Dialogmarkt hatte man schon zwei Stunden lang nichtöffentlich mit den Grundstückseigentümern gesprochen, die vom Bau der geplanten Gasleitung betroffen wären. Diese soll Erdgas von der belgisch-deutschen Grenze bei Lichtenbusch nach Legden bei Ahaus transportieren. Dabei führt die Trasse bei Ork unter dem Rhein hindurch, an Spellen und Friedrichsfeld vorbei in Richtung Hünxe, wo sie Bucholtwelmen und Drevenack tangiert. „Unser Ziel ist es, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und sie über das Projekt direkt zu informieren“, sagte Helmut Roloff, Leiter der Kommunikation bei Zeelink.

Dazu hatte das Unternehmen verschiedene Stellwände aufgebaut, die von allgemeinen Fragen nach Erdgas bis zu Detailfragen, wie dem geplanten Verlauf der Leitungstrasse Auskunft gaben. Dazu beantworteten Experten aus dem Unternehmen Fragen zu verschiedenen Bereichen. Ein Angebot, dass die rund 130 Besucher im Rathaus Hünxe gerne nutzten. Vor allem natürlich, um sich über die direkten Auswirkungen des geplanten Leitungsbaus auf ihre Grundstücke zu erkunden. Dabei steht noch nicht fest, ob die Trasse nun so geführt wird, wie vom Unternehmen vorgesehen. „Wir haben für die rund 215 Kilometer lange Leitung etwa 10000 Quadratkilometer Untersuchungsraum gehabt und 600 Kilometer mögliche Trassenstrecke als Alternativen eingereicht“, erklärte Roloff.

Bei den betroffenen Bürgern traf die Informationsveranstaltung auf gemischte Gefühle. „Es ist gut, dass so etwas angeboten wird und das Unternehmen geht auch offen mit Informationen zum Projekt um“, erklärte Arnd Cappell-Höpken, der als Landwirt einige Flächen bewirtschaftet, die beim Leitungsbau in Anspruch genommen werden sollen. Allerdings hätte man sich auf Seiten der Landwirte und auch der Kommune Hünxe für den Trassenverlauf eine andere Variante gewünscht, die durch den Dämmerwald führt. „Dort liegt schon eine Leitung und man hätte hier nach dem Gebot der Trassenbündelung verfahren sollen“, sagte Arnd Cappell-Höpken. Dadurch wäre die Leitung nicht nur kürzer geworden, sondern vor allem wären auch weniger landwirtschaftliche Flächen in Mitleidenschaft gezogen worden, als beim jetzt geplanten Verlauf der Gasleitungstrasse. „Man wird die Bezirksregierung und die Politik fragen müssen, ob die geplante Trasse wirklich die richtige Lösung ist“, sagte Cappell-Höpken.

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