Symbol

Sonnenrad: CDU Dinslaken distanziert sich von Forderung

CDU-Ratsherr Hans-Georg Hellebrand hat gefordert, das Sonnenrad an der  Althoffstraße wegen der Ähnlichkeit mit einem Hakenkreuz zu entfernen.

CDU-Ratsherr Hans-Georg Hellebrand hat gefordert, das Sonnenrad an der Althoffstraße wegen der Ähnlichkeit mit einem Hakenkreuz zu entfernen.

Foto: aha / NRZ

Dinslaken.  Für CDU-Ratsherrn Hellebrand ähnelt das Symbol einem Hakenkreuz und soll verschwinden. Das war nicht mit der Fraktion abgesprochen, sagt die CDU.

Die CDU distanziert sich vom Anliegen ihres Ratsherrn Hans-Georg Hellebrand, das in das Pflaster der Althoffstraße eingearbeitete Sonnenrad im Rahmen der Umgestaltung der Straße entfernen zu lassen. Hans-Georg Hellebrand hatte das im Planungsausschuss gefordert, weil er in dem Mosaik ein Hakenkreuz-Symbol sieht. Eine Swastika, so fand Hellebrand, habe in der heutigen Zeit nichts im Straßenbild verloren. Der Vorschlag sorgte in Sozialen Medien für heftigen Gegenreaktionen.

„Eine Einzelmeinung von Hans-Georg Hellebrand“

Diese Anregung sei aber nicht mit der CDU-Fraktion abgesprochen gewesen, erklärt nun Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing und spiegele auch nicht deren Meinung wider. Es handele sich weder um einen Beschluss noch um eine Positionierung der CDU Dinslaken oder der CDU-Fraktion. Die CDU, so Wansing sei eine Volkspartei mit einem breit gefächerten Meinungsspektrum. Die Forderung nach einer Entfernung des Sonnenrades auf der Althoffstraße sei „eine Einzelmeinung von Hans-Georg Hellebrand“, stellen Heinz Wansing und Stadtverbandsvorsitzender Rainer Hagenkötter in einer gemeinsamen Mitteilung klar.

Telefonat und schriftliche Erklärung

Es habe noch am Mittwoch ein Telefonat mit Hans-Georg Hellebrand gegeben, außerdem habe der CDU-Stadtverband ihm am Donnerstag eine schriftliche erklärende Mitteilung gesendet. „Wir sind in der CDU sicher weit davon entfernt, Nazi-Symbolen die Ehre zu erweisen“, so Wansing, aber in dem Sonnenrad könne er kein Hakenkreuz erkennen.

„Das Sonnenrad soll bleiben“

Auf der Facebook-Seite der NRZ hatte es zahlreiche wütende Kommentare zu dem Vorschlag gegeben. Die Reaktionen aus der Bevölkerung seien „mehr als nachvollziehbar“, schreibt nun die CDU. Es gebe „viele wichtige Themen, die in Dinslaken weiter vorangetrieben werden müssen“ – die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Sanierung von Schulen, der Umwelt- und Klimaschutz und vieles mehr. Das Thema „Entfernung des Sonnenrads“ gehöre „definitiv“ nicht dazu. „Es soll an gewohnter Stelle weiter bleiben“, so die CDU-Spitzen. Das Sonnenrad wurde 1990 im Rahmen der Gestaltung der Straße ins Pflaster eingearbeitet.

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