Freibad Hiesfeld

Verein will das Bad-Gelände in Hiesfeld übernehmen

Seit vier Jahren ist das Freibad Hiesfeld geschlossen.

Seit vier Jahren ist das Freibad Hiesfeld geschlossen.

Foto: aha / NRZ

Dinslaken.  Freibadverein Hiesfeld hat einen Antrag eingereicht. Er will das Gelände und die Gebäude übernehmen. Das vorhandene Becken soll saniert werden.

Trotz der Ablehnung durch die Verwaltungsspitze, hält der Freibadverein an der Idee fest, das Hiesfelder Schwimmbad als Bürgerbad betreiben zu wollen. Nun hat der Vereinsvorstand einen Antrag eingereicht: Per Ratsbeschluss soll dem Verein das Gelände und Gebäude zur Verfügung gestellt werden. Zum Beispiel in in Erbpacht mit der Maßgabe, dass dort ein Bürgerbad entstehen soll. Sollte der Zweck nicht erfüllt werden oder der Freibadverein den Betrieb des Freibades einstellen, soll in der Vereinbarung ein Rückgaberecht zugunsten der Stadt oder Stadtwerke verankert werden.

Filtertechnik soll erneuert werden

In dem Schreiben an die Stadt heißt es auch, dass der Verein das alte Becken von 1981 in der bisherigen Größe von 33 mal 20 Meter sanieren werde. Zudem solle in neues Eltern-Kind-Becken errichtet und die Filtertechnik erneuert werden.

Seit 1924 sei das Freibad in Dinslaken ein Ort für sportliche Aktivitäten, Gesundheit, Erholung und Freizeit. Für die Bürger stelle es einen wesentlichen Ankerpunkt zur Identifikation mit ihrer Stadt dar, führt der Verein als Begründung an. Insbesondere im Sommer sei es als Treffpunkt für Jung und Alt für die Menschen aus Dinslaken und der Umgebung unverzichtbar. Der Verein „Freibad Hiesfeld e.V“ setze sich zum Ziel, den Erhalt des Freibades zu sichern.

Stadtspitze lehnt Bürgerbad ab

Vereinsmitglieder hatten vor einer Woche ihre Idee vom Bürgerbad dem Bürgermeister präsentiert. Gegenüber der NRZ betonten anschließend Vereinsmitglieder, dass ihnen zunächst das Grundstück überlassen werden müsse. Erst dann könnte man weiterplanen und sich um Zuschüsse kümmern.

Die Pläne des Freibadvereins seien nicht umsetzbar, betonte dagegen Bürgermeister Dr. Michael Heidinger. Denn aufgrund der Bodenverhältnisse lasse sich auf dem Gelände kein Schwimmbad betreiben. Deshalb sei es aus seiner Sicht auch nicht zu verantworten, dem Verein das Grundstück zu überlassen. Er sagte auch, dass darüber letztendlich der Rat entscheiden müsse.

Verein will das sportliche und kulturelle Miteinander bereichern

Das Freibad in Dinslaken soll zu einem Ort des bürgerschaftlichen und gesellschaftlichen Engagements werden. Durch seine Arbeit wolle der Verein das sportliche, soziale und kulturelle Miteinander in Dinslaken und der Region bereichern. Er wird dabei durch das gemeinsame Engagement der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und der lokalen Wirtschaft getragen.

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