Festival

50.000 Besucher feiern Riesen-Party beim Juicy Beats

50.000 Zuschauer feierten am Wochenende beim Juicy Beats in Dortmund.

50.000 Zuschauer feierten am Wochenende beim Juicy Beats in Dortmund.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Dortmund.  Auch die 24. Auflage des Juicy Beats ist gelungen: 50.000 Besucher haben sich im Westfalenpark zur Musik von Bausa und SDP die Füße wund getanzt.

„Jetzt hockt euch mal alle hin, und dann springen wir gemeinsam in drei – zwei – eins“, ruft Sänger Jojo Berger von der 13-köpfigen Brasspop-Band Querbeat ins Mikrofon. Und schon hüpfen fast Zehntausend Zuschauer gemeinsam zu Trompetenklängen vor der Hauptbühne gemeinsam hoch. Dazu fliegt ein oranger Konfettiregen durch die Luft – der Westfalenpark ist am Samstag Partyhauptstadt des Ruhrgebiets!

Trettmann über Vorteile des späten Erfolgs und Rock 'n' Roll

Denn auch am zweiten Tag des Juicy Festivals in Dortmund die Stimmung vor den sechs Bühnen und 14 Tanzflächen ausgelassen. Das mag auch an den deutlich angenehmeren Rahmenbedingungen liegen: Hatten die Besucher am Freitag noch bei 37 Grad und prallem Sonnenschein kräftig schwitzen müssen, hat es sich nun um über zehn Grad abgekühlt.

Unwetterwarnung für Dortmund - doch es bleibt trocken

Das hat zwar auch zur Folge, dass am Nachmittag bedrohlich dunkle Wolken am Horizont aufziehen. Doch der Wettergott scheint ein Festivalliebhaber zu sein: Während es im benachbarten Bochum und Witten kräftig regnet, kommen im Westfalenpark trotz Unwetterwarnung nur ein paar wenige Tropfen vom Himmel.

Doch auch davon lassen sich die Festivalbesucher nicht beirren: Unermüdlich tanzen sie am späten Nachmittag bei dem Auftritt von Ufo361 im Kreis. Flammen steigen an der Bühne hoch, der Rapper feuert die Menge dazu immer wieder mit „Moshpit, Mosphit“-Rufen an.

Etwas geordneter, aber nicht weniger energiegeladen, geht es anschließend mit dem gebürtigen Mendener und „Local Hero“ Dendemann weiter. „Ich bin ein 45-jähriger Rapper, bei mir müsst ihr keinen Moshpit machen. Aber ihr sollt tanzen, so viel ihr wollt“, ruft der Deutsch-Rapper von der Bühne.

Höhepunkt sind die Auftritte von Bausa und SDP

Energiegeladen und etwas verrückt sind auch die fünf Kieler Jungs der Indie-Rock-Band Leoniden, die auf der zweiten Hauptbühne richtig Gas geben: Während Gitarrist JP Neumann ins Mikrofon beißt, nimmt Frontmann Jakob mit läutender Kuhglocke ein Bad in der Menge. Und genau für diese Verrücktheit scheinen ihre Fans sie zu lieben: Denn mit lauten Rufen wird die Band immer wieder angefeuert.

Höhepunkt am Abend ist für viele auch der Auftritt von Rapper Bausa: Es wirkt es als hätten sich auf einen Schlag alle anwesenden 32.000 Festivalbesucher gleichzeitig an der Bühne am Apfel versammelt. Einstimmig und glückselig tanzen und singen sie seine Songs von „Was du Liebe nennst“ und „Vagabund“ mit. Am Abend übernehmen schließlich noch Headliner SDP mit Klängen von Pop, Rock bis hin zu Hip Hop die Hauptbühne.

Veranstalter mit der 24. Auflage zufrieden

Damit verabschiedet sich die 24. Auflage des Festivals mit einer gelungen Mischung aus Hip-Hop-, Indie-Rock- und Elektronik- Musik und vielen lokalen und nationalen Künstlern.

Auch der Veranstalter zieht abschließend ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Tag“, sagt Carsten Helmich. Und auch der erste Festivaltag sei aufgrund der Hitze sehr anstrengend, aber zufriedenstellend gelaufen: „Es gab am Freitagabend etwas mehr Sanitäter-Einsätze, weil Leute dann doch noch zusammengeklappt sind. Aber das war alles im normalen Rahmen. Die Leute haben sich zurückgehalten, was den Alkoholkonsum angeht.“

50.000 Zuschauer beim Juicy Beats

Insgesamt seien an beiden Tagen insgesamt 50.000 Zuschauer im Westfalenpark gewesen, hinzu kämen noch bis zu 3.000 Besucher für die Nachtpartys am Samstagabend.

Im nächsten Jahr dürfen sich die Besucher dann auf die große Party zum 25. Jubiläum des Dortmunder Festivals freuen. Helmich und sein Team sind jetzt schon fleißig am planen: „Die Besucher dürfen sich auf einiges freuen, mehr sei nicht verraten."

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