Trickbetrüger

Dortmund: Falsche Polizisten erbeuten von Senior 80.000 Euro

Erneut haben falsche Polizisten in Dortmund zugeschlagen.

Erneut haben falsche Polizisten in Dortmund zugeschlagen.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa (Archiv)

Dortmund.  Bekannte Masche: Ein falscher Polizist gaukelt einem Senior einen Banküberfall vor, ein weiterer Betrüger holt dann Bargeld und Wertsachen ab.

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Falsche Polizisten haben einen 80-Jährigen in Dortmund um rund 80.000 Euro gebracht. Die noch unbekannten Täter nutzten dabei eine bekannte Masche. Wie die Dortmunder Polizei am Dienstag berichtete, war der Senior am Montagnachmittag angerufen worden: Es habe einen Überfall auf die Bank gegeben, bei der der Mann Kunde sei, hieß es. Ob er ein Schließfach dort besitze? Als der Dortmunder dies bejahte, gab ihm der Anrufer einen vermeintlich gut gemeinten Tipp: Er solle seine Wertsachen aus dem Schließfach abholen. Denn sie könnten durch Fälschungen ersetzt worden sein und müssten durch die Staatsanwaltschaft geprüft werden.

Noch am selben übergab der Senior Wertsachen und Bargeld, die er von der Bank geholt hatte, an einen weiteren vermeintlichen Polizisten. Als dieser bereits mit den Gegenständen auf dem Weg zur angeblichen Prüfung war, schöpfte der Mann doch Verdacht. Und wendete sich diesmal an die echte Polizei in Dortmund. Von dem Anrufer und dem falschen Polizisten fehlt noch jede Spur.

Polizei Dortmund gibt möglichen Opfern und Angehörigen Verhaltenstipps

„Das Aufkommen von betrügerischen Anrufen angeblicher Polizeibeamter ist nach wie vor konstant hoch“, warnt die Dortmunder Polizei. Sie gibt möglichen Opfern und deren Freunden und Verwandten folgende Verhaltenstipps:

  • „Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon um Geld bittet - oder auch nach Wertgegenständen in einem Bankschließfach. Die Polizei wird Sie nicht anrufen und nach Vermögenswerten oder Kontodaten fragen - geschweige denn Sie bitten, diese den Beamten auszuhändigen.
  • Legen Sie einfach sofort auf, sobald Ihr Gesprächspartner - zum Beispiel ein angeblicher Polizist - um Geld von Ihnen bittet.

  • Vergessen Sie niemals: Trickdiebe sind erfinderisch, wenn sie an Ihre Wertgegenstände kommen wollen. Informieren Sie Senioren in Ihrer Familie und sprechen Sie offen über die Maschen der Betrüger. Berichten Sie von den Geschichten, die die Betrüger erzählen: Dass die Angerufenen beispielsweise auf einer Liste stehen, die bei festgenommenen Einbrechern gefunden wurde. Und sie nun ihre Wertsachen in die Obhut der Polizei geben müssten. Oder dass es Unregelmäßigkeiten bei der Bank der Betroffenen gebe.
  • Sind Sie sich unsicher, ob „echte“ Polizeibeamte vor Ihnen stehen oder Sie anrufen, ziehen Sie Nachbarn, Familienangehörigeoder oder direkt die Polizei unter der Notrufnummer 110 hinzu. Ein Anruf bei der zentralen Vermittlung der Polizei, ob dort zum Beispiel ein „Herr Weber“ arbeitet, reicht jedoch nicht aus. Fragen Sie über den Notruf konkret nach einem Einsatz bzw. nach Ermittlungen an Ihrer Adresse.
  • Die Polizei wird Sie nie mit der Rufnummer 110 anrufen.

  • Übergeben Sie Ihr Geld niemals an Ihnen unbekannte Personen.
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob Sie den Betrug erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls sogar Opfer geworden sind. Und: Erstatten Sie Anzeige.“
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