Corona-Pandemie

Dortmund: „Querdenken“ protestiert – weniger Teilnehmer

3000 Teilnehmer waren für die „Querdenken“-Demo angemeldet. Es kamen nach Angaben der Polizei aber weniger.

3000 Teilnehmer waren für die „Querdenken“-Demo angemeldet. Es kamen nach Angaben der Polizei aber weniger.

Foto: Roberto Pfeil / dpa

Dortmund.  Trotz kritischer Corona-Lage in Dortmund ruft „Querdenken“ zu einer Demo auf. Bis zu 3000 Teilnehmer waren angemeldet, 1100 sind vor Ort gewesen.

Update 21 Uhr: Rund 1100 Menschen sind nach Polizeiangaben zu der Demo in der Dortmunder Innenstadt gekommen. Viele Teilnehmer der Initiative „Querdenken“ hätten keinen Mund-Nasen-Schutz getragen oder die Maske abgenommen, berichtete die Polizei. Zudem wurden zwei Anzeigen wegen des Verdachts der Volksverhetzung gestellt. In beiden Fällen sollen Davidsterne getragen worden sein. „Die darin enthaltenen Inschriften deuten im Kontext mit dem Davidstern auf eine Verharmlosung, bzw. das Leugnen des Holocaustes hin“, so die Polizei. Mit großem Aufgebot hatte sich die Polizei in Dortmund auf die ursprünglich angemeldeten rund 3000 Protestierenden vorbereitet. Gekommen waren laut Polizeiangaben von Sonntagabend 1100.

Update 17.30 Uhr: Die Demonstration ist mittlerweile einmal über den Dortmunder Wall gezogen und hat nun den Friendsplatz wieder erreicht. Der Wall ist für Autofahrer damit wieder komplett befahrbar. Zu Ausschreitungen kam es nach Angaben der Polizei vom Sonntagnachmittag nicht. Auf den Transparenten der „Querdenker“ standen Sprüche wie „Corona Diktatur Union“ oder „Grundgesetz leben - gegen die Impf-Mafia“. Auf einer - unterhalb der Nase getragenen - Maske stand: „Maulkorb“. Ein einsamer Gegendemonstrant hielt in der Menge sein Schild hoch mit der Aufschrift „Corona tötet. Tragt Masken!“ In diesen Minuten startet die Abschlusskundgebung.

Update 16.15 Uhr: Autofahrer in Dortmund müssen mit Verkehrseinschränkungen auf und um den Wall rechnen. Die Demonstration der Initiative „Querdenken“ ist vor einigen Minuten am Dortmunder Friedensplatz losgelaufen. Mittlerweile spricht die Dortmunder Polizei von 1000 Demo-Teilnehmern. „Ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen aufgrund eines ärztlichen Attestes keinen Mund-Nasen-Schutz. Bei unseren Kontrollen haben wir zwei Personen festgestellt, deren Attest gefälscht war. Wir haben Strafanzeigen aufgenommen“, erklärte die Dortmunder Polizei.

Update 15.55 Uhr: Seit rund 45 Minuten läuft die Demo der Initiative „Querdenken“ in Dortmund. Bis zu 3000 Teilnehmer waren am Sonntag erwartet worden, nach Angaben der Dortmunder Polizei sind ungefähr 650 Menschen vor Ort. „Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen keinen Mund-Nasen-Schutz oder haben diesen abgenommen. Wir haben Kontakt mit dem Veranstalter aufgenommen, damit er diese Teilnehmenden zur Vermeidung von Infektionen nochmal darauf hinweist, auch diese Auflage zu beachten“, erklärte die Polizei auf Twitter. „Bevor diese Auflage nicht beachtet wird, wird die Veranstaltung nicht fortgeführt.“ Ab 16 Uhr kann es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in Dortmund kommen, da die Demonstration auch über den Wall führen soll.

Update 14.20 Uhr: Die Kundgebung der Initiative „Querdenken“ ist kurzfristig auf 15 Uhr verschoben worden. Bis zu 3000 Teilnehmer werden erwartet. Die ersten Meldungen allerdings sprechen von deutlich weniger Menschen. Langsam füllt sich der Friedensplatz in Dortmund. Die Kundgebung war kurzfristig hierhin verlegt worden.

Die ursprüngliche Meldung:

Die Initiative „Querdenken“ will am Sonntag in Dortmund gegen die Corona-Auflagen demonstrieren. Es seien bis zu 3000 Teilnehmer für eine Kundgebung (14.00 Uhr) und einen anschließenden Demo-Zug durch die Innenstadt angemeldet, teilte die Polizei mit.

Die Stadt hat die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten.

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Von allen Teilnehmern werde umso mehr die strikte Einhaltung aller Hygiene- und Infektionsschutzregeln erwartet, betonte die Polizei. Man werde konsequent gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten einschreiten. Vorgeschrieben seien eine Aufteilung in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, Mindestabstände und Mund-Nasen-Bedeckung. (dpa)

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