Festi Ramazan

Festi Ramazan in Dortmund: Anwohner äußern Bedenken

Am 3. Mai soll am Remydamm in Dortmund das Festi Ramazan starten. Anwohner äußerten in einer Infoveranstaltung ihre Bedenken.

Am 3. Mai soll am Remydamm in Dortmund das Festi Ramazan starten. Anwohner äußerten in einer Infoveranstaltung ihre Bedenken.

Foto: Peter Bandermann

Dortmund.   Das Festi Ramazan steht kurz bevor. Anwohner befürchten Lärmbelästigung und Verkehrschaos. Der Oberbürgermeister gibt ihnen seine private Nummer.

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Kaum ein Festival scheint die Anwohner am Remydamm in Dortmund mehr zu beschäftigen als das Festi Ramazan. Das muslimische Festival soll am 3. Mai starten. Wie die Ruhrnachrichten berichteten werden bei dem Fastenbrechen auf dem Parkplatz E2 in Spitzenzeiten bis zu 12.000 Besucher erwartet. Bereits 2013 sollen sich Anwohner von dem Fest gestört gefühlt haben. Bei einer Informationsveranstaltung am Mittwochabend in der Westfalenhalle konnten sie nun ihre Bedenken äußern.

Nach Informationen der Ruhrnachrichten hörte sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Sorgen der Bürger an und versprach diese ernst zu nehmen. „Wenn da Theater ist, ziehen wir die Genehmigung zurück“, hieß es. Mit „Theater“ sind die von vielen Anwohnern befürchteten Ruhe- und Verkehrsstörungen gemeint, die in der Nacht auftreten könnten.

Notfallnummern für Anwohner

Sollte dies der Fall sein, können Anwohner sich telefonisch bei der Stadt Dortmund melden. „Es wird insgesamt zwei Nummern für die Anwohner geben, wo sie ihre Beschwerden äußern können. Eine wird die Stadt Dortmund einrichten und eine der Veranstalter“, sagte Frank Bußmann, Leiter der Pressestelle der Stadt Dortmund. Offenbar wollte Oberbürgermeister Sierau einigen Anwohnern sogar seine private Handynummer geben.

Auf Nachfrage bei der Stadt Dortmund hieß es: „Es gab eine Gruppe von Anwohnern, die ihre Bedenken gegen das Fest äußerten. Einigen von ihnen hat der Oberbürgermeister im Anschluss seine Nummer gegeben. So zeigt er ihnen: Ich bin für euch da.“

Genehmigung für das Festival fehlt noch

Ebenfalls bestätigte die Stadt Dortmund, dass dem Festival derzeit noch gar keine Baugenehmigung erteilt wurde. Auf Ruhr24.de äußerte sich der Veranstalter jedoch optimistisch. Demnach soll der Aufbau bereits am Dienstag beginnen. „Wenn sie am 23. April tatsächlich schon mit dem Aufbau starten, dann tun sie dies auf eigenes Risiko“, sagte Frank Bußmann. Und wenn keine Genehmigung bis dahin vorliegt? „Dann bauen wir halt wieder ab“, so der Veranstalter, Fatih Ilhan gegenüber Ruhr24.de.

Ein Grund für die bislang fehlende Genehmigung ist laut Ruhrnachrichten das fehlende Lärmschutzgutachten. Doch ein Akustik-Sachverständiger gehe davon aus, dass die Geräusche auf dem Festival die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschreiten dürften. Zudem heißt es, dass es Messungen und andere nicht angekündigte Kontrollen geben werde, die dies in den vier Wochen des Festivals überprüfen werden.

Ob das Festival in diesem Jahr ruhig von der Bühne geht, wird sich zeigen. Kurz nach dem Ramadan-Fest am Remydamm sollen die Anwohner gemeinsam mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau Bilanz ziehen können.

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