Genug Gäste

Dortmunder Fußballmuseum schreibt schwarze Zahlen

Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund.

Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund.

Foto: Archiv/Dieter Menne

Dortmund.   Das DFB-Museum am Dortmunder Hauptbahnhof braucht auch 2017 kein Geld von der Stadt: Es reichen jetzt weniger Besucher zur Kostendeckung.

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Auch 2017 benötigt das Deutsche Fußballmuseum wohl kein Geld von der Stadt. „Das Besucherinteresse ist nach wie vor groß. Besonders jetzt in den Sommerferien ist es sehr gut“, sagt Direktor Manuel Neukirchner. Er erklärt: „Ich gehe davon aus, dass wir auch für 2017 wieder einen kostendeckenden Betrieb ausweisen können.“

Vor der Eröffnung des „Ballfahrtorts“ – so der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in einer Mitteilung – am Königswall im Oktober 2015 ist noch die Rede davon gewesen, dass sich für die schwarze Null jährlich 250 000 Besucher Götzes Schuh vom WM-Siegtor 2016 oder den WM-Ball von 1954 anschauen müssten. Jetzt sollen 190 000 zahlende Gäste völlig ausreichend sein.

Prognosen und Erfahrung

Warum? Manuel Neukirchner beantwortet das so: „Die Zielzahl von 250 000 Besuchern stammt aus dem Jahr 2009. Damals ging es um eine erste Prognose, bei der von sehr niedrigen Umsatzerlösen ausgegangen wurde. Jetzt haben wir die Erfahrung aus fast zwei Betriebsjahren und wissen, dass wir bei einer Preisspanne von 10 bis 17 Euro pro Eintrittskarte auch mit 190 000 Besuchern einen kostendeckenden Betrieb fahren können.“

Genau diese 190 000 Tickets sind 2016 verkauft worden – und so viele sollen es auch 2017 sein. „Damit sind wir eines der meistbesuchten Museen im Rhein-Ruhr-Gebiet“, sagt Manuel Neukirchner. Und in dieser Zahl seien die Besucher der Sonderveranstaltungen noch nicht eingerechnet. Dass das Museum, wie vom Bund der Steuerzahler befürchtet, zu einer Kostenfalle für die Stadt wird, ist für Neukirchner kein Thema. Dabei birgt die Vertragslage durchaus ein Risiko: Bleiben die Besucher aus, muss die Stadt Dortmund ab einem Minus von 500 000 Euro im Jahr den Verlust komplett ausgleichen. Verluste bis zu 500 000 Euro teilen sich DFB und die Stadt.

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