Hochhaus

Gericht: "Hannibal"-Mieter dürfen Wohnungen weiter betreten

Das geräumte Hannibal-Hochhaus in Dortmund.

Das geräumte Hannibal-Hochhaus in Dortmund.

Foto: Kai Kitschenberg

Die Stadt Dortmund räumt einen Hochhaus-Komplex. Als der Vermieter die acht Häuser dicht machen will, ziehen Mieter vor Gericht. Mit Erfolg.

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Der Dortmunder Hochhaus-Komplex "Hannibal" darf nicht wie geplant komplett verschlossen werden. Vor dem Dortmunder Amtsgericht haben zwei Mieter am Donnerstag einstweilige Verfügungen erstritten. Danach dürfen sie ihre im September 2017 geräumten Wohnungen zumindest an drei Tagen pro Woche für jeweils eine halbe Stunde betreten, um zum Beispiel wichtige Unterlagen abzuholen.

Der Eigentümer Intown darf außerdem nicht, wie zum 15. Februar geplant, die Stromzufuhr zu den Wohnungen kappen.

Die Stadt Dortmund hatte den Hochhaus-Komplex räumen lassen, weil angeblich gravierende Mängel beim Brandschutz aufgefallen waren. Der Eigentümer bestreitet dies und nennt die Maßnahme "völlig überzogen". Dennoch wollte der Vermieter die leerstehenden Häuser nun komplett verschließen und von der Stromzufuhr abklemmen lassen.

Das ist nach den einstweiligen Verfügungen vom Donnerstag nun nicht mehr möglich. Weil viele ehemalige Bewohner bislang noch keine geeigneten Ersatzwohnungen gefunden haben, lagern in den "Hannibal"-Wohnungen noch zahlreiche Möbel und zum Teil wichtige Unterlagen. Eine der Klägerinnen vom Donnerstag hat in ihrer Wohnung auch noch ein 500-Liter-Aquarium stehen, das sie derzeit angeblich nirgendwo sonst unterbringen kann. Genau wie der zweite Kläger darf sie nun montags, mittwochs und samstags jeweils für 30 Minuten in die Wohnung. Dabei muss sie von Sicherheitspersonal begleitet werden. (dpa)

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