Attacken

Freilaufende Hunde reißen Rehe in Dortmunder Wald

In einigen Wäldern warnen Schilder vor den Gefahren durch freilaufende Hunde.

In einigen Wäldern warnen Schilder vor den Gefahren durch freilaufende Hunde.

Foto: Stefan Reinke

Dortmund.  Zwei Rehe sind Opfer von Hunde-Attacken in einem Dortmunder Wald geworden. Bei einem Tier half nur ein Gnadenschuss. Hundehalter stehen in der Kritik.

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Zwei Rehe sind Opfer eines oder mehrerer freilaufender Hunde im Naturschutzgebiet Wickeder Ostholz geworden. Beide Tiere wurden fast an ein und derselben Stelle im Wald gefunden, beim ersten Mal war ein Gnadenschuss nötig. Hundehalter müssen ihre Tiere hier anleinen - reagieren aber oft mit Unverständnis.

Im ersten Fall erhielt Landschaftswächter Gerhard Naujoks einen Anruf von der Polizei, dass ein leidendes Reh im Waldgebiet Wickeder Ostholz gefunden worden sei. "Es hört sich schrecklich an, wenn ein Reh vor Schmerzen schreit", sagt er, "fast wie bei einem Kind." Ein befreundeter Jäger erlöste das Tier von seinen Qualen.

Verletztes Reh verendete im Wald

Einen Tag später war es die Feuerwehr, die sich meldete. Wieder hatte ein freilaufender Hund ein Reh im Wickeder Ostholz gerissen - und zwar an fast derselben Stelle wie am Tag zuvor. Diesmal war kein Gnadenschuss mehr nötig. Das Tier war bereits verendet, als der Jäger eintraf.

Gerhard Naujoks appelliert an alle Hundehalter, ihre Tiere nicht unangeleint im Naturschutzgebiet laufen zu lassen. Junge oder trächtige Rehe haben keine Chance, den Hunden zu entkommen - zumal wenn es gleich mehrere Hunde sind, die gemeinsam auf die Jagd gehen.

Anleinpflicht in ganz Dortmund gefordert

Fakt ist ohnehin, dass im Wickeder Ostholz die allgemeine Anleinpflicht gilt. Darauf angesprochene Hundehalter reagierten allerdings meist pampig, die Standardantwort laute: Unser Hund reißt kein Wild. Naujoks fordert nun gar die Anleinpflicht für ganz Dortmund.

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