Innogy-Standort

Oberbürgermeister Sierau wirbt bei EON für Dortmund

Innogy sitzt in Dortmund im RWE-Tower am Freistuhl in der City.

Foto: Stephan Schütze

Innogy sitzt in Dortmund im RWE-Tower am Freistuhl in der City. Foto: Stephan Schütze

Dortmund.  Laut Medienberichten könnte die Fusion der RWE-Tochter Innogy mit dem Energiekonzern Eon zur Zusammenführung und Schließung von Standorten führen. Auch Dortmund ist Standort.

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In den Eon-Angebotsunterlagen heißt es nach einem Medienbericht zur Standortfrage: Der Käufer habe zwar keine Absicht, „Standorte wesentlicher Unternehmensteile“ zu verlegen oder aufzugeben. Allerdings werde geprüft, „inwieweit im Rahmen der Zusammenführung der Innogy SE und E.ON zukünftige Standortzusammenlegungen oder -schließungen erforderlich sind“.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Mitglied im RWE-Aufsichtsrat, will diese Spekulationen nicht unwidersprochen lassen. Der OB erklärte am Mittwoch, es sei nicht der richtige Zeitpunkt, daraus falsche Schlüsse zu ziehen: „Wir sind von der Stadt dabei, die Situation sehr genau zu analysieren.“ Man rede mit Experten der Energiewirtschaft, mit Innogy, den Betriebsräten sowie den Vorständen von RWE und Eon.

Sierau: “Konstruktives Gespräch“

In einem „konstruktiven Gespräch“, so Sierau, habe die Stadt Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen dargelegt, dass Dortmund ein „sehr spannender Standort von energiewirtschaftlicher Relevanz“ sei. DEW21, eine gemeinsame Tochter der Dortmunder Stadtwerke und Innogy, sei „richtig was wert“.

Die Stadt habe eine Masterplan „Energiewende“, sei in der E-Mobiltät „weit vorn“, bei der Digitalisierung „deutlich weiter als andere“, pflege eine gute Zusammenarbeit mit Hochschulen und Handwerk und verfüge über 6000 IT-Ausbildungsplätze und damit aktuell mehr als München.

Wenn Eon Wert auf die Mitarbeit der Kommunen lege, „sollte man auch das bei der Standortfrage berücksichtigen“, betonte Ullrich Sierau in Richtung der Unternehmenszentrale in Essen.

Ergebnisoffener Prozess

Das alles sei im Gespräch mit Teyssen „interessiert aufgenommen worden“, sagte Sierau. In dem Gespräch sei zudem deutlich geworden, „dass man ergebnisoffen in den Prozess geht.“ Möglich sei sogar, den in Dortmund angesiedelten Netzbereich zu stärken. Sierau: „Dass Dortmund an Einfluss und Arbeitsplätzen verliert, das ist mindestens ein Kurzschluss.“

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