Gesundheitsgefahr

Stadt Dortmund sperrt zweiten Park wegen Prozessionsspinnern

Die Raupe des Eichen-Prozessionsspinners kann Entzündungen hervorrufen.

Die Raupe des Eichen-Prozessionsspinners kann Entzündungen hervorrufen.

Foto: Patrick Pleul/dpa

Der Eichenprozessionsspinner legt immer mehr Dortmunder Grünanlagen lahm. Hunderte Bäume sind befallen. Die Stadt sperrt Park bis auf Weiteres.

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Der Eichenprozessionsspinner hält die Städte weiterhin in Atem. Auch der Hoeschpark in Dortmund musste nun wegen des Befalls von Eichenprozessionsspinnern geschlossen werden. Rund 60 Bäume seien befallen, teilte die Stadt am Freitag mit. Experten müssen nun die Raupen und ihre Nester beseitigen. Wann der Park wieder geöffnet wird, ist unklar. Schon der Fredenbaumpark und der Volksgarten Mengede mussten in den vergangenen Tagen wegen eines Befalls durch die Tiere geschlossen werden. Die Brennhaare der Raupen sind giftig und können zu Atemnot, Hautreizungen und im schlimmsten Fall allergischen Schocks führen.

Stadtsprecher Christian Schön hatte zuvor von über 200 Bäumen berichtet, die betroffen seien. Jedoch: „Der Park wurde erst zu Hälfte kontrolliert. Es ist möglich, dass sich die Zahl der betroffenen Bäume noch verdoppelt.“

Noch immer laufen Menschen in den Park

Zum Schutz der Bürger weisen Schilder an den Eingängen auf den Befall des Eichenprozessionsspinners hin. Auch das „Big Tipi“ ist von der Sperrung betroffen. „Es gibt allerdings immer noch Menschen, die sorglos in den Park laufen. Wir versuchen zu warnen, aber die Leute unterschätzen, wie gefährlich die Raupen sind.“

Die Raupen bilden in einem bestimmten Larvenstadium Brennhaare aus, die bei Berührung zu erheblichen Juckreiz, Hautrötungen und zu Bindehautentzündungen führen können. Weil die Härchen zudem leicht brechen, werden sie vom Wind verbreitet, können so in die Atemwege gelangen und Entzündungen und Atemnot auslösen.

Dauer der Sperrung ist offen

Seit der vergangenen Woche hat die Stadt ein Fachunternehmen beauftragt, die die Raupen absaugen. Prognosen zur Dauer der Arbeiten im Fredenbaumpark und damit auch zur Dauer der Sperrung seien derzeit jedoch nicht möglich. Die Anzahl betroffener Bäume sei dafür zu hoch und die Absaugung der einzelnen Bäume zeitaufwendig.

Gefährliche Raupen- Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner
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