Corona-Krise

60 Düsseldorfer Feuerwehrleute dürfen nicht arbeiten

Die Düsseldorfer Feuerwehr (Symbolbild) muss derzeit auf 60 Einsatzkräfte verzichten. Denn sie stammen aus dem Kreis Heinsberg, der vom Robert-Koch-Institut als vom Corona-Virus besonders betroffenes Gebiet definiert wurde.

Die Düsseldorfer Feuerwehr (Symbolbild) muss derzeit auf 60 Einsatzkräfte verzichten. Denn sie stammen aus dem Kreis Heinsberg, der vom Robert-Koch-Institut als vom Corona-Virus besonders betroffenes Gebiet definiert wurde.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf stammen aus dem von der Corona-Epidemie besonders stark betroffenen Landkreis Heinsberg.

Die Düsseldorfer Feuerwehr muss derzeit auf knapp 60 Einsatzkräfte verzichten. Grund: Die Feuerwehrleute stammen allesamt aus dem Landkreis Heinsberg, also dem Epizentrum des Coronavirus in NRW. Grund sei die Risikoeinschätzung des Robert Koch Instituts (RKI), dass der Kreis Heinsberg zum „Besonderen betroffenen Gebiete in Deutschland“ definiert wurde, somit sei eine Ansteckungsgefahr recht hoch, teilte ein Stadtsprecher am Donnerstag auf NRZ-Anfrage mit.

Feuerwehrleute wollen in Heinsberg helfen

Die Feuerwehrleute können zurzeit also weder in Düsseldorf ihren Dienst versehen noch an ihrem Wohnort aushelfen. Aus Düsseldorfer Feuerwehrkreisen hört man, dass diese Maßnahme bei einigen Kollegen auf wenig Gegenliebe stößt. Dem Vernehmen nach würden einige Feuerwehrleute gerne in Heinsberg helfen.

Kontaktsperre für Einsatzkräfte

Aber das ist nicht möglich, heißt es bei der Stadt Düsseldorf. „Die Feuerwehrleute sollen nach Möglichkeit keinen weiteren Kontakt zu Personen haben, außer der Kernfamilie“, so der Stadtsprecher weiter. Es sei gleichwohl geplant, die Kollegen schnellstens wieder in den Dienst zu bringen, sobald die Einschätzung des RKI sich verändere. Hinzu käme, dass die Feuerwehr Düsseldorf, die ein „höchstes Sicherheitsspektrum aufweist, im Sinne des Arbeits- und Gesundheitsschutzes“ nicht einfach Beschäftigte an eine andere Feuerwehr abgeben kann, so der Sprecher. „Die Sicherheit der Beschäftigten der Feuerwehr Düsseldorf steht hier deutlich im Vordergrund.“

In Düsseldorf sind insgesamt 864 Feuerwehrleute im Einsatzdienst auf den Wachen, dazu kommen noch rund 80 Mitarbeiter aus der Verwaltung sowie 57 Azubis.

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