Rente

8518 Rentner aus Düsseldorf haben Minijobs

Immer weniger Rentner haben Zeit, einfach mal auf einer Parkbank zu entspannen. Da ihre Rente nicht ausreicht, müssen sie Minijobs suchen.

Immer weniger Rentner haben Zeit, einfach mal auf einer Parkbank zu entspannen. Da ihre Rente nicht ausreicht, müssen sie Minijobs suchen.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Düsseldorf.  Die Zahl der Rentner mit Minijobs steigt: In Düsseldorf sind es 8518 Senioren. Kritik am niedrigen Rentenniveau gibt es vom Gewerkschaftsverband.

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Immer mehr Rentner und Rentnerinnen in Düsseldorf müssen dazu verdienen, weil die Rente nicht ausreicht. Zu diesem Ergebnis kommt der Stadtverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach einer Analyse über die Entwicklung der Erwerbstätigkeit der über 65-Jährigen in Düsseldorf. „Die Rentenkürzungsprogramme der vergangenen Jahre produzieren Altersarmut. Schon heute sind viele Rentnerinnen und Rentner gezwungen dazu zu verdienen“, so die DGB-Stadtverbandsvorsitzende Sigrid Wolf. Die Frage sei, wie lange die Menschen das durchhalten: Bis 69, 73 oder 78 Jahren? „Sicher ist, dass irgendwann Schluss ist mit dem Minijob und die Rente auf Niedrigniveau verbleibt. Die Lösung der Rentenfrage kann folglich nicht im dauerhaften Hinzuverdienen von Ruheständlern liegen, die ihr Arbeitsleben hinter sich haben‘‘, sagt Sigrid Wolf.

10 Prozent mehr Senioren-Minijobber

Der DGB-Untersuchung zufolge waren am 31. Dezember 2018 in Düsseldorf 8518 Personen über 65 Jahren in Minijobs beschäftigt. Zum selben Stichtag fünf Jahre zuvor waren es 7687. Das bedeutet eine Steigerung von 10,8 Prozent. Von den 8518 Mini-Jobbern waren 4171 Männer und 4679 Frauen, was die Schlussfolgerung zulässt, dass beide Geschlechter betroffen sind, obwohl die aktuelle Rentenhöhe von Frauen auch in Düsseldorf mit durchschnittlich 730 Euro im Monat deutlich hinter der der Männer mit 1000 Euro im Monat zurücksteht.

Rentenniveau zwingt Senioren zu arbeiten

Verantwortlich für den Anstieg der Minijobs bei immer mehr Ruheständlern, ist für den DGB die Rentengesetzgebung. Lag das Rentenniveau im Jahr 2000 noch bei 53 Prozent des Durchschnittslohns, beträgt es aktuell nur noch rund 48 Prozent und kann bis 2030 auf 45 Prozent absinken. „Eine Rente, die im Jahr 2000 beispielsweise 1000 Euro betrug, ist im Jahr 2030 nur noch 800 Euro wert. Diese Politik erzeugt Altersarmut und muss umgekehrt werden“, so Wolf.

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