Aktionstag

Auch die Fortuna setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen

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Orange Days: Weltweit steigt ein Aufruf gegen Gewalt gegen Frauen. Dies soll die Problematik deutlich sichtbar machen.

Orange Days: Weltweit steigt ein Aufruf gegen Gewalt gegen Frauen. Dies soll die Problematik deutlich sichtbar machen.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  In Düsseldorf gibt es viele Aktionen im Rahmen der „Orange Days“ als Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Die „Orange Days“ machen auf ein großes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam. Weltweit werden Gebäude mit der Farbe Orange und angeleuchtet – ein Aufruf gegen Gewalt gegen Frauen und will die Problematik deutlich sichtbar machen. Mit zahlreichen Aktionen weltweit, aber auch in Düsseldorf wird die Öffentlichkeit dazu aufgefordert, die Augen nicht zu verschließen und sich für die Bekämpfung von Gewalt und gegen Diskriminierung von Frauen und Mädchen einzusetzen. In der Stadt gibt es an diesem Donnerstag und Freitag zahlreiche Aktionen, unter anderem macht die Landeshauptstadt in diesem Jahr gemeinsam mit Fortuna auf das Thema aufmerksam.

Jede dritte Frau in Deutschland betrifft es

Beim Heimspiel am Freitag werden Infos ausliegen, die auf das Angebot des bundesweiten Hilfetelefons aufmerksam machen. „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist leider auch heute noch ein Thema. Umso wichtiger ist, dass wir gemeinsam mit anderen Akteurinnen und Akteuren der Stadt immer wieder öffentlich hierauf aufmerksam machen“, sagte OB Stephan Keller. „Jede und jeder einzelne von uns ist aufgerufen, nicht wegzuschauen, sondern sich klar gegen Gewalt und Diskriminierung einzusetzen.“ Dem stimmt auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Elisabeth Wilfart zu: „Jede dritte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein gesellschaftliches und nicht nur ein privates Problem.“

Spieler und Verantwortliche von Fortuna Düsseldorf bekennen gemeinsam „Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen“. Die Plakate werden am Spieltag in der Arena zu sehen sein und über die Sozialen Medien veröffentlicht. Stellvertretend für den Verein sind Aufsichtsrätin und Bundestrainerin der Frauen, Martina Voss-Tecklenburg, Mannschaftskapitän Adam Bodzek, Profi Kristoffer Peterson und Vereinslegende Axel Bellinghausen bei dieser Aktion dabei.

Auch der Landtag setzt ein Zeichen

In Düsseldorf engagieren sich neben der Partei „Die Linke“ auch zahlreiche Initiativen sowie sieben Soroptimisten Clubs und zwei Zonta Clubs. „Soroptimist International“ ist wie die Zonta Clubs eine international tätige Vereinigung für berufstätige Frauen, der sich für Bildung, Gleichberechtigung und Frieden zum Wohl der Frauen einsetzt.

Auch der Landtag will ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen. Bereits seit Mittwoch vergangener Woche zeigt der Landtag auf der Außenfassade am Vorplatz und auf einer Informations-Stele am Rhein das Logo „Nein zur Gewalt an Frauen“ des Zonta-Clubs. „Kernelement unserer Demokratie und unseres Rechtsstaat ist es, Menschen vor Gewalt zu schützen, deswegen ist jeder einzelne aufgerufen, wachsam zu sein, wenn Rechte verletzt werden“, sagt der Präsident des Landtags, André Kuper. Seit vergangener Woche ist zudem die Ausstellung „#dranbleiben“ im Landtag zu sehen, die das Unrecht und die Freiheitseinschränkungen, die viele Frauen erleiden, thematisiert.

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