Bundesliga

Düsseldorfer Promis und Politiker glauben fest an Fortuna

Wieder ein Rückschlag: Der späte Ausgleich für Frankfurt zum 1:1.

Wieder ein Rückschlag: Der späte Ausgleich für Frankfurt zum 1:1.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Düsseldorf.  Ein Abstieg von Fortuna Düsseldorf würde allerdings auch „wirtschaftliche Folgen“ und einen „Imageverlust“ bedeuten, so einige Politiker.

45.000 Zuschauer in der Arena, die der Fortuna die Daumen drückten. Die vielleicht von einigen erwarteten Reaktionen nach der Funkel-Entlassung blieben am Samstagnachmittag aus. Die Fans standen hinter dem Team des neuen Trainers Uwe Rösler. Und dennoch reichte es nach einem dramatischen Spiel am Ende doch nur zum 1:1. Kann Fortuna so in der 1. Bundesliga bleiben?

OB Geisel glaubt fest an den Klassenerhalt

Oberbürgermeister Thomas Geisel war am Samstag im Stadion und konnte es auch einen Tag später nicht fassen, dass es für eine „sehr gute Leistung“ keine drei Punkte als Belohnung gab. „Ich bin nach diesem Spiel aber wesentlich optimistischer, dass Fortuna nicht absteigt“, sagt der OB. „Gegen Frankfurt haben wir einfach ein bisschen zu viel Pech gehabt.“ Geisel glaubt fest an den Klassenerhalt, „weil die Mannschaft auch das Zeug dazu hat“. Und wenn es nicht klappt, „dann reden wir immer noch von einem Spiel“. Wobei: „Düsseldorf ist erstklassig und hat auch eine erstklassige Mannschaft verdient.“

Der Grüne OB-Kandidat Stefan Engstfeld, selbst Vereinsmitglied, drückt alle Daumen für einen Verbleib in der ersten Bundesliga. Zwar kritisiert er immer noch die Art und Weise, wie Friedhelm Funkel rausgeworfen wurde, dennoch sieht er auch die sportliche Seite – und da hofft er, dass der neue Trainer breite Unterstützung erfährt. „Die ist notwendig für das gemeinsame Ziel“, so Engstfeld, der noch auf den Klassenerhalt hofft.

Das wird „ganz, ganz schwer“

CDU Ratsherr Stefan Wiedon, früher selbst Fußballtrainer und Mitglied im Düsseldorfer Sportausschuss, meint, dass das „ganz ganz schwer“ wird. „Ich sehe nur vier Mannschaften, die absteigen können: Fortuna, Paderborn, Bremen und Mainz. Und am Ende können wir froh sein, auf Relegationsplatz 16 zu landen.“ Ein Abstieg wäre für Wiedon keine Katastrophe, „aber man müsste die Kraft haben, wieder zurück zukehren – auch im Hinblick auf die EM 2024. Klar, für Düsseldorf wäre Bundesligafußball schon besser.“

Die Reporterlegende Manfred Breuckmann möchte noch keine Vorhersagen treffen, „das ist unseriös“. Ein neuer Trainer sei ähnlich wie ein gezogener Joker: Mal sticht er, mal nicht. Zudem habe sich gezeigt, dass „im statistischen Schnitt ein Trainerwechsel wenig bewirkt“, so Breuckmann. Dennoch gebe es auch dabei immer mal wieder Ausnahmen. Sein Fazit: Die Fortuna ist mittendrin im Abstiegskampf. Am mangelnden Teamgeist könne es aber nicht liegen. „Im letzten Spiel unter Funkel hat man gesehen, dass der nicht beschädigt ist. Die Mannschaft hat gekämpft.“

„Moni“: „Die Fortuna ist immer für eine Überraschung gut“

Eine, die es eigentlich am besten wissen muss, ist Monika Frohburg. Die Kneipenwirtin ist Inhaberin des Fortuna-Eck und jüngst noch berühmter geworden, weil ein Investor – jetzt kommt es – Frankfurt, sie vorzeitig aus dem Lokal haben wollte. „Moni“ sagt: „Die Fortuna ist ja immer für eine Überraschung gut. Von daher wäre ein Klassenerhalt auch möglich. Ich fand die Art und weise, wie mit Funkel umgegangen wurde, jetzt nicht so prickelnd, aber ich drücke dem Verein die Daumen.“

Nach dem Spiel gegen Frankfurt ist Jonges Baas Wolfgang Rolshoven zuversichtlich, dass der Klassenerhalt geschafft werden kann. Ein Abstieg wäre aber auch „furchtbar für eine Landeshauptstadt“, so Rolshoven. Auch wirtschaftlich sei ein Abstieg nicht gut, da so „viel Geld verloren geht“ und man wieder „von vorne anfangen muss“.

Auch FDP-Frau Monika Lehmhaus, Mitglied im Sportausschuss, geht davon aus, dass die Fortuna noch den Klassenerhalt schafft. „Sie müssen einfach ihren Kampfgeist ausbuddeln und die Beine in die Hand nehmen.“ Ein Abstieg wäre eine „Katastrophe“ und würde durchaus auch einen „Imageverlust“ bedeuten, so die Sportfrau, die jedoch einräumt, dass man wusste, dass es „da oben schwierig wird“. Sie glaubt aber auch: „Wenn Fortuna absteigen sollte, schaffen sie den Wiederaufstieg!“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Markus Weske glaubt ebenfalls weiter fest an seine Fortuna. „Das Spiel gegen Frankfurt hat wieder etwas Schwung reingebracht, das freut mich“, findet Weske. Der nächsten Partie blickt er ebenfalls mit Spannung und Optimismus entgegen. „Vorher hatte man schon manchmal Sorge ins Stadion zu gehen.“

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