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Düsseldorfs FDP-Frontfrau bringt Kurt Krömer fast zum Weinen

| Lesedauer: 2 Minuten
Marie-Agnes Strack-Zimmermann gab Kurt Krömer ordentlich Paroli.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann gab Kurt Krömer ordentlich Paroli.

Foto: STEPHAN WAPPNER / NRZ

Düsseldorf.  FDP-Bundesvize Marie-Agnes Strack-Zimmermann gab ein launiges Interview bei Komiker Kurt Krömer. Es gab bei „Chez Krömer“ aber auch ernste Töne.

Er hat Frauke Petry bloßgestellt, Gangster-Rapper Bushido wie einen Messdiener aussehen lassen und den eloquenten Pop-Autor Benjamin von Stuckrad-Barre sprachlos gemacht. Jetzt lud Kurt Krömer, Deutschlands bester Komödiant, die Düsseldorfer FDP-Frontfrau Marie-Agnes Strack-Zimmermann in seine Anarcho-Talkshow „Chez Krömer“ (RBB) ein. Ein Wagnis für die Liberale, denn in dem Format, in dem der Gesprächsgast stets in einer Art Stasi-Zentrale „verhört“ wird, haben schon viele Politiker den Kürzeren gezogen. „Ich lade mir Freunde ein, und ich lade mir Arschlöcher ein“, sagt Krömer zu seiner Show. Am Ende des halbstündigen Gesprächs war klar, zu welcher Kategorie „Strazi“ gehörte. Die beiden lagen sich fast in den Armen.

Zur Booster-Impfung bei der Frauenärztin

„Ich kannte das Format nicht, habe aber ein relatives junges Büro, und die haben gesagt, geh’ dahin, das ist super“, so Strack-Zimmermann, die auch fast schon Stammgast bei Markus Lanz im ZDF ist. „Ich habe mir dann zwei, drei Sendungen angeguckt und entschieden, hinzugehen“, so die FDP-Bundesvize, die von Krömer wegen ihres Alters („Sind Sie der frische Wind der FDP?“), ihres Motorrades („Klimakiller“) oder ihrer früheren Arbeit beim Tessloff-Verlag mit den „Was ist was“-Jugendbüchern natürlich auch veräppelt wurde. Aber: Die 63-Jährige gab sensationell Antworten, etwa beim Thema Gendersprache („Ich habe auf dem Dach auch Dachrinnen“), lud Krömer dann zwecks Booster-Impfung zur ihrer Frauenärztin nach Düsseldorf ein („Ich kann mal mit ihr sprechen, ob da was für Sie geht...“) und sagte zu ihrem Motorrad: „Ich liebe es, denn es stinkt und ist laut!“ Krömer sagte: „Das ist blöd jetzt, denn Sie sind mir sympathisch und trotzdem bei der FDP.“

Über die Sinnhaftigkeit des Krieges

Auch Strack-Zimmermann fand die halbe Stunde beim Ur-Berliner, die gestern Abend beim RBB lief, gelungen: „Ich mag es, wenn es ein bisschen weniger korrekt zugeht.

Am Schluss wurde es tatsächlich ernst. Krömer sprach die Liberale auf ihre mögliche Rolle als Bundesverteidigungsministerin an und redete über seine Trips nach Afghanistan. Er hatte dort vor Jahren auch ein Comedy-Programm vor Soldaten gespielt und viele Gespräche mit den Menschen dort geführt. Krömer fragte Strack-Zimmermann nach der Sinnhaftigkeit des Krieges. „Wie soll ich das meinen Kindern erklären!“ Irgendwann sagte er: „Ick fang gleich an zu weinen, echt jetzt.“ Strazi konnte ihn beruhigen.

Stream: ARD mediathek/ Chez Krömer/ Staffel 5

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