Tanzshow

Glut, Schweiß und Sexappeal oder einfach: Break the Tango!

Break The Tango

Break The Tango

Foto: Rene Tanner / Showhouse AG

Düsseldorf.  Die Tanzshow „Break the Tango“ mit der ungewöhnlichen Symbiose aus Tango und Breakdance gastiert noch im Capitol-Theater in Düsseldorf.

Stehende Ovationen. Begeisterung. Was für ein Auftakt für „Break the Tango“. Die Tanzshow mit der ungewöhnlichen Symbiose aus Tango und Breakdance gastiert bis zum 17. November im Capitol-Theater.

Spagat zum Aufwärmen

„Die haben keine T-Shirts an“, flüstert eine junge Frau ihrer Sitznachbarin zu, ohne ihren Blick auch nur einen Wimpernschlag lang von den Bboys abzuwenden. Die Show ist fast zu Ende und die Breakdancer geben gerade eine weitere Lehrstunde in Sachen Aufhebung der Schwerkraft.

Sie suggerieren, dass Rotationen um die eigene Achse ein Leichtes sind, komplizierte Moves der eigenen Freude dienen, Sprünge genau dann am meisten Spaß machen, wenn sie besonders hoch sind und sich in den Spagat fallen zu lassen eine simple Aufwärmübung ist.

Dabei begann das zweistündige Feuerwerk ganz gelassen. Flaneure bebildern eine Straßenszene, im Hintergrund spielt Live-Band Otros Aires. Doch ihre Musik lässt bereits den Fortgang des Abends erahnen. Dann öffnet sich der Vorhang - Bühne frei für Glut, Schweiß und Sexappeal. Sie sind die Elemente, die Tango und Breakdance in eine innige Beziehung eingehen lassen.

Tänze der Straße

„Beides sind Tänze der Straße“, erklärt Darko Soolfrank, Produzent der Show, darum passen sie auch so gut zusammen.“ Beim Tango sehen die Zuschauenden argentinische Machos, die auf unabhängige Frauen treffen.

Beim Breakdance sind es internationale Einzelkünstler, die sich immer wieder zum Team formatieren. Es ist eine der Stärken der Show, dass jede Tänzerin, jeder Tänzer Raum zur eigenen Präsentation bekommt und so außergewöhnliche Tanzfiguren zeigen kann.

Seien es die Tangoweltmeister (2003 und 2005) German Cornejo und Gisela Galeassi oder Edgar Luizaga und Pamela Pucheta, die mittels Strapaten zeigen, wie hoch hinaus es beim Tango gehen kann. Statt einer fortlaufenden Handlung erzählen Szenen kleine Begebenheiten, greifen Alltagssituationen auf.

Leidenschaft ist greifbar

Heiterkeit rollt durch das Theater, als ein Tänzer gegen die Attraktivität eines Mobiltelefons um die Aufmerksamkeit seiner Partnerin buhlen muss. Es hat einen ganz besonderen Esprit, was German Cornejo und der Schweizer Breakdance-Choreograph Björn „Buz“ Meier zusammen auf die Bühne gebracht haben.

Heimliche Stars der Show sind die Musiker. Insbesondere die mehrfach ausgezeichnete Sängerin Gisela Lepio beeindruckt mit ihrem gewaltigen Stimmvolumen. Gitarrist und Sänger Luciano Bassi ist ebenfalls Argentinier. Beide vermitteln überzeugend, dass Musik ihre Passion ist. Die Künstler spielen sich für das Publikum die Seele aus dem Leib – das ist jeden Moment greifbar.

Break the Tango, bis 17. November im Capitol Theater, Erkrather Straße 30 , Tickets unter (0211) 7 34 40

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