Umwelt

Grundwasser im Düsseldorfer Süden mit PFT belastet

Das Grundwasser im Süden ist mit PFT belastet. 

Das Grundwasser im Süden ist mit PFT belastet. 

Foto: Picasa

Düsseldorf.   Das Wasser darf in Teilgebieten der Stadtteile Benrath und Urdenbach nicht mehr zur Gartenbewässerung genutzt werden. Verfügung gilt 15 Jahre.

Das Grundwasser darf in Teilen von Benrath und Urdenbach nicht mehr zur Gartenbewässerung genutzt werden, da es mit perfluorierten Tensiden (PFT) belastet ist. Darauf weist das Umweltamt der Stadt aktuell betroffene Anwohner per Anschreiben hin.

Gefährdung der Gesundheit der Nutzer

Eine Gefährdung der Gesundheit der Nutzer könne bei weiterhin uneingeschränkter Nutzung des verunreinigten Grundwassers nicht ausgeschlossen werden, heißt es aus dem Umweltamt. Daher wird die Verwendung von Grundwasser und Seewasser aus dem Schlupkotensee an der Stadtgrenze zu Hilden „im Sinne eines vorbeugenden Boden- und Gesundheitsschutzes per Allgemeinverfügung untersagt“. Die Allgemeinverfügung wurde bereits am 11. Mai im Amtsblatt der Stadt bekannt gemacht. Sie ist für 15 Jahre gültig. Das Gebiet der Nutzungsuntersagung werde regelmäßig überwacht und „bei Bedarf in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Verunreinigung angepasst“.

Verunreinigung wird an 110 Messstellen überwacht

Die PFT-Belastung wurde bei Untersuchungen des Grundwassers in Benrath und Urdenbach sowie des Wassers des Schlupkotensees festgestellt. Die Grundwasserverunreinigung reicht von der Stadtgrenze im Osten bis in Rheinnähe im Westen. Sie wird zurzeit mit rund 110 Grundwassermessstellen überwacht. Der Kreis Mettmann hat in Abstimmung mit dem Umweltamt Düsseldorf für das betroffene Gebiet in Hilden eine eigene Allgemeinverfügung erlassen.

Das Grundwasser reicht in Düsseldorf bis wenige Meter unter die Erdoberfläche und kann daher mit einfachen Mitteln zur Gartenbewässerung gefördert werden. Durch die Nutzung von Gartenbrunnen in den Verunreinigungsgebieten können jedoch die Schadstoffe mit dem Gießwasser in bisher nicht verunreinigte Bodenbereiche sowie in Nutz- und Zierpflanzen verlagert werden. Die Stadt gibt aber vorerst Entwarnung „Aufgrund der zurückliegenden Nutzung des Grund- und Seewassers wird nicht von gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Betroffenen ausgegangen.“

Infos beim Umweltamt unter Telefon 0211-8928081.

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